Granulataustausch im Stadion Oststraße

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Er merkt schon beim Darüberstreichen, wie es um den Belag steht. Antonio Fernandes steht immer auf dem Platz. Hier gibt er gerade seine Erkenntnisse an Valko Gerber weiter.

Meinerzhagen - Für rund 60.000 Euro wird seit Donnerstag vergangener Woche der Kunstrasen im Stadion an der Oststraße wieder für den Spielbetrieb fit gemacht. Dabei sieht es aus einiger Entfernung betrachtet so aus, als würde der Rasen gemäht.

Tatsächlich holen die auf einer Walze angebrachten Kunststoffreifen durch ihre rotierende Bewegung lediglich das bei der Anlegung im Jahr 2007 eingebrachte Granulat heraus.

Deutlich länger als gewöhnlich, hat es als „Füllmaterial“ den regelmäßigen Fußtritten der Kicker standgehalten. „Das liegt mit Sicherheit an der guten und sehr akkuraten Pflege durch unseren Platzmeister“, erläuterte Valko Gerber von der Stadt Meinerzhagen.

Eine Auffassung, der sich der Vorarbeiter der Firma Polytan aus Burgheim, Antonio Fernandes, direkt „auf dem Platz“ im Gespräch mit der MZ anschloss. „Achim Frohn hat das sehr gut gemacht, lediglich die jetzt entstandenen Klumpen konnte er nicht verhindern“, so der gebürtige Portugiese.

Als Fan seines Landsmannes Ronaldo steht er allerdings viel häufiger als der Profikicker auf dem Rasen, auch wenn dieser immer aus Kunststoff ist.

Weltweit arbeitet die im Jahr 1967 in Deutschland gegründete Firma Polytan. Als deren Kunde befindet sich die Volmestadt unter anderem in guter Gesellschaft mit Amsterdam, Bern, Vancouver und Peking.

Dabei sind besonders der relativ geringe Pflegeaufwand, der zudem mit entsprechenden Geräten auch mit geringem Personalaufwand erfolgen kann und die Strapazierfähigkeit, ein entscheidender Aspekt für den Kunstrasen. So waren diese Fakten auch mit die Gründe für die Stadt, als sie sich im Jahr 2007 für den neuen Kunstrasen an der Oststraße aussprach.

Wer den Rasen betritt, bemerkt sofort den angenehm nachgebenden Belag, unter seinen Füßen. Relativ griffig und gelenkschonend, kann hier dem Ballsport nachgegangen werden. „Im Laufe der Jahre haben sich jetzt allerdings aus den Granulatkörnern vermehrt Klumpen gebildet. Wenn wir dagegen nichts tun würden, käme es insgesamt zu Schäden am Kunstrasen selbst“, erläuterte Valko Gerber.

Einzige Möglichkeit ist der gesamte Austausch des Granulats. Bereits am Freitagnachmittag stand das alte Material in rund 50 großen Säcken auf dem Parkplatz am Stadion.

Am Samstagmorgen wurde dann von den Mitarbeitern der Firma Polytan noch der „große Besen“ eingesetzt. Mit ihm wurden die restlichen Schmutzpartikel aus dem Rasen geholt.

Anfang der Woche soll dann das neue Granulat eingearbeitet werden. An den Spielfeldmarkierungen muss im Großen und Ganzen übrigens nichts nachgebessert werden. Lediglich die Elfmeterpunkte stehen zur Erneuerung an. Wobei sich an deren Standorten nichts ändern wird, wie Valko Gerber mit einem Schmunzel bemerkte.

Ein Nebenaspekt der guten Pflege durch Platzmeister Achim Frohn, freut allerdings nur die Firma Polytan. Anders als bei anderen Kunstrasenflächen in anderen Städten, traten hier keine Mängel innerhalb der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren auf.

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