Schulen ans Netz

Meinerzhagen auf dem Weg in die digitale Zukunft

Meinerzhagen hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht an den städtischen Schulen zukunftssicher zu machen.
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Meinerzhagen hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht an den städtischen Schulen - hier die Grundschule Auf der Wahr - zukunftssicher zu machen.

Schon vor Beginn von Corona haben Bund und Länder das Förderprogramm „Digitalpakt Schule 2019 bis 2024“ auf den Weg gebracht.

Meinerzhagen – In NRW stehen daraus 1, 054 Milliarden Euro zur Verfügung, wovon für die Stadt Meinerzhagen genau 339 627 Euro vorgesehen sind. Das Geld für die weitere Digitalisierung der vier in städtischer Trägerschaft stehenden Schulen gibt es aber nur, wenn die Kommune die Summe aus eigenen Mitteln um zehn Prozent aufstockt und bei der Bezirksregierung bis Ende dieses Jahres einen detailliert ausgearbeiteten Förderantrag vorlegt.

Externer Berater

Um hier nichts falsch zu machen, hat die Stadtverwaltung Meinerzhagen mit Guido Wirtz von der Firma K&K Networks GmbH einen externen Berater eingesetzt. Der beschäftigte sich intensiv mit den Bedürfnissen von Ebbeschule, Grundschule Am Kohlberg, Grundschule Auf der Wahr und Sekundarschule auf dem Gebiet der Digitalisierung – natürlich immer mit dem Blick darauf, was der Budgetrahmen der Stadt hergibt. Als Moderator hat er dann sein Fachwissen in den Beratungsprozess mit einfließen lassen.

Das Ergebnis liegt jetzt in Form eines Technisch-pädagogischen Einsatzkonzepts (TPEK) vor. Guido Wirtz stellte es zusammen mit dem städtischen Fachdezernatsleiter Eduard Hauf und im Beisein der vier Schulleiterinnen am Mittwochnachmittag während des öffentlichen Teils der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung vor.

„Was ist sinnvoll und gut für die Schulen?“ Von dieser Frage, so der Experte, habe er sich leiten lassen. Die Aufnahme des Ist-Zustands zeigte, dass die Schulen bereits über einiges an Grundausstattung verfügen. Dazu gehören neben dem WLAN eine Reihe von I-Pads, die während der Pandemie wegen des notwendigen außerschulischen Unterrichts mit Geld aus weiteren Fördermaßnahmen gekauft wurden.

Höhenverstellbare Displays

Diesen Sockel gilt es jetzt so aufzustocken, dass der Unterricht möglichst zukunftssicher durch digitale Angebote aufgewertet werden kann. Alle technischen Geräte dafür sollten von einem Anbieter kommen. In Meinerzhagen wird das wohl der Softwarehersteller Apple sein, dessen Endgeräte schon jetzt vorrangig eingesetzt werden. Auf Nachfrage berichteten zwei Pädagogen anschaulich davon, welches Chaos entsteht, wenn Laptops oder Tablets anderer Anbieter im schulinternen Netz aufgeschaltet werden.

An erster Stelle des mit den Schulen erstellten ‘Einkaufszettels’ stehen höhenverstellbare Displays. Diese großen Bildschirme ersetzen mehr und mehr die klassische Schultafel. In drei der vier Schulen werden die vorhandenen PC-Räume verbessert. Auf der Wunschliste der weiterführenden Sekundarschule findet sich noch Spezialgerät wie 3-D Drucker und digitale Messtechnik.

All die neue Technik in den Schulen bringt natürlich nichts ohne den Anschluss an das schnelle Internet. Den gibt es zwar, er könnte aber besser sein. „Wir rechnen damit, dass alle vier Schulen nächstes Jahr an das Breitbandkabel angeschlossen werden. Ausschlaggebend ist da aber allein die Planung der Telekom“, so Fachdienstleiter Eduard Hauf. Die Ausschussmitglieder nahmen das Digital-Konzept nach einigen Nachfragen ohne Widerspruch zur Kenntnis. Zum Ende des öffentlichen Teils wies Ausschussvorsitzender Udo Kritschker noch auf den nächsten Sitzungstermin am 10. November hin.

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