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Verwaltung und Politik sind für die Einführung einer Wettbürosteuer

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Von: Jürgen Beil

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Verwaltung und Politik möchten verhindern, dass Meinerzhagen wegen der fehlenden Steuer zu einem attraktiven Standort für Wettbüros wird. © F. Zacharias

Meinerzhagen – Wenn jetzt noch der Rat zustimmt, wird es künftig in Meinerzhagen eine „Satzung über die Erhebung einer Wettbürosteuer“ geben. Die Mitglieder des Hauptausschusses jedenfalls votierten einstimmig dafür und machten damit den Weg für einen entsprechenden Ratsbeschluss frei.

In der Praxis regelt diese Satzung, wer die neue Steuer entrichten muss und in welcher Höhe sie erhoben wird. In der Volmestadt würde das so gehandhabt: „Der Besteuerung unterliegen im Gebiet der Stadt Meinerzhagen das Vermitteln oder Veranstalten von Pferde- und Sportwetten in Einrichtungen (Wettbüros), die neben der Annahme von Wettscheinen – auch an Terminals oder Ähnlichem – auch das Mitverfolgen der Wettereignisse ermöglichen.“ Reine Wettannahmestellen sind demnach nicht steuerpflichtig.

Steuer würde drei Prozent betragen

Die Höhe der Steuer würde auf drei Prozent festgesetzt. Bemessungsgrundlage der Besteuerung sind die Brutto-Wetteinsätze der Wettkunden. Weil es in Meinerzhagen eine Wettbürosteuer noch nicht gibt, befürchtet die Verwaltung, zu einem immer beliebteren Standort für Wettbüros zu werden. In der Verwaltungsvorlage zur Sitzung heißt es: „Eine Wettbürosteuer wird auch für die Stadt Meinerzhagen einen nicht unerheblichen Anteil zur Bekämpfung der Ausbreitung von Glücksspielstätten leisten.“ Angesichts der Gewinnreduzierung durch die Steuer und der damit verbundenen geringeren Anreize stelle sich hier eine aktive Suchtprävention ein, heißt es seitens der Stadt weiter.

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