Pandemie macht Sängerinnen erfinderisch

Der Chor „Reine Frauensache“ probt in Corona-Zeiten auf kreative Art

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In Kleingruppen proben die Sängerinnen des Chores „Reine Frauensache“ derzeit im Saal von Theo Eckmann am Hubertusweg. Für das Foto baten Vorsitzende Christina Radermacher (Zweite von links) und Chorleiter Christoph Ohm die Aktiven nach draußen.

Meinerzhagen – Chorprobe und Corona: Das ist für die Gesangvereine immer noch eine besondere Herausforderung. Der begegnen die Sängerinnen der Chorgemeinschaft „Reine Frauensache“ mit viel Kreativität.

„Trotz der Beschränkungen wollen wir Zusammenhalt und Gemeinschaft im Verein pflegen“, gibt Vorsitzende Christina Radermacher die Richtung vor. Sie hat erst vor wenigen Monaten die Leitung der Gruppe von der jetzigen Ehrenvorsitzenden Brigitte Schulte übernommen. „Und dann kam gleich Corona“, stellt sie mit etwas Resignation in der Stimme fest. Die schönen Pläne für den Rest des Jahres waren Makulatur. Und schlimmer noch: Auch die wöchentlichen Proben in der Sekundarschule konnten nicht mehr stattfinden – und das bis heute, weil die Stadt den Musikraum wegen der strengen Hygienevorschriften nicht zu Verfügung stellen kann.

Proben in Kleingruppen

Um dennoch Zusammenhalt und Gemeinschaft zu fördern, haben sich die Frauensache-Sängerinnen etwas einfallen lassen. Sie proben jetzt in Kleingruppen im Saal des Bestattungshauses von Theo Eckmann am Hubertusweg. Aus Sicherheitsgründen können zwar nicht alle der gut 25 Aktiven dabei sein, aber mehr als die Hälfte der munteren Gruppe macht mit. Das freut natürlich den engagierten musikalischen Leiter Christoph Ohm, der so mit dem Chor weiter an den flotten Pop- und Rocksongs in deutscher und englischer Sprache feilen kann. „Wir haben drei Kleingruppen zu je fünf Sängerinnen gebildet, die jetzt mit Christoph Ohm jeweils eine gute Stunde arbeiten“, beschreibt Christina Radermacher den Ablauf der Proben. 

Der Schwerpunkt liegt auf dem musikalischen Teil. Die von der Gruppe zwecks besserer Bühnenpräsenz angestrebte Erweiterung der Choreografie bleibt noch außen vor. „Wir halten natürlich engen Kontakt zu den Frauen, die jetzt nicht mitmachen können“, betont Christina Radermacher. Zum Glück verfügt die Gruppe über Demobänder, die daheim für Einzelproben eingesetzt werden können. So ist sichergestellt, dass der Rest des Chores den Anschluss nicht verliert. Das ist dem Vorstand wichtig, denn möglichst noch in diesem Jahr soll es wieder Auftritte geben. 

Große Aktionen unmöglich

Vorsitzende Radermacher denkt an kleine Konzerte mit wenigen Gästen. „Große Aktionen, wie unser Programm „Beziehungskisten“ aus dem vergangenen Jahr, gehen in absehbarer Zeit sicher nicht“, gibt sich die Musikfreundin keiner Illusion hin. Schon jetzt aber sind dank der Mini-Proben wieder kurzweilige Probenarbeit und gute Teamkultur angesagt. Neue Sängerinnen können in das Programm einsteigen. Im Mittelpunkt steht leichte Chorliteratur, die für Anfängerinnen bestens geeignet ist. „Wir singen, was wir wollen“ lautet das Motto.

Mitmachen kann jede Frau zwischen 20 und 80 Jahren, die Spaß am Singen in Gemeinschaft hat. Zwar gibt es aktuell eine vierwöchige Ferienpause, aber Interessentinnen können sich jederzeit unter der Rufnummer 01 70/8 00 30 64 bei Christina Radermacher melden. Im Internet findet sich unter dem Stichwort „Reine Frauensache“ zudem eine informative Homepage der Sängerinnen.

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