Adventsmarkt steht in diesem Jahr wegen Corona "auf der Kippe"

Ein Adventsmarkt auf Abstand?

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Ob der Adventsmarkt am 6. Dezember 2020 stattfindet, weiß jetzt noch niemand.

Meinerzhagen – Nach dem Prinzip Hoffnung verfuhren die Mitglieder des Hauptausschusses: Bei der Abstimmung über den Verkaufsoffenen Sonntag am 6. Dezember 2020, der in Verbindung mit dem Adventsmarkt und der Winterlounge stattfinden soll, votierten sie dafür, dass die Geschäfte öffnen dürfen.

Ob es in Zeiten der Corona-Pandemie allerdings überhaupt möglich sein wird, die Veranstaltungen durchzuführen, steht zurzeit noch in den Sternen. Das Verbot von Großveranstaltungen wurde in NRW bis zum 31. Oktober 2020 ausgeweitet. Niemand kann voraussagen, wie sich die Pandemie bis dahin entwickelt. Gibt es im Herbst oder Winter eine zweite Infektionswelle, die alle Planungen über den Haufen werfen würde? Sind Adventsmarkt und Winterlounge eventuell unter Auflagen durchführbar? Ist Anfang Dezember vielleicht sogar bereits ein Impfstoff verfügbar und plötzlich ist wieder alles erlaubt? 

Hohes finanzielles Risiko

Stadtmarketing-Geschäftsführerin Kartharina Suerbier muss mit vielen Unbekannten leben. Schließt sie bereits jetzt Verträge ab – beispielsweise mit den Betreibern der Schlittschuhbahn –, geht sie ein hohes finanzielles Risiko ein. Unternimmt sie nichts, verstreicht wertvolle Zeit. „Für die Organisation solcher Veranstaltungen benötigen wir viele Monate“, erläutert Suerbier. Mehr Klarheit erhofft sich die Stadtmarketing-Geschäftsführerin von einer Sitzung, die am Mittwoch stattfinden soll. Dann lädt das Meinerzhagener Stadtmarketing zu einem Treffen ein, an dem auch heimische Einzelhändler teilnehmen. „Dort werden wir genau über dieses Thema sprechen. Erst danach, wenn ich mir ein Bild von der Stimmung gemacht habe, kann ich sagen, in welche Richtung es gehen wird“, sagt Suerbier, die allerdings einräumt, dass ihr die unsichere Lage „Bauchschmerzen“ bereite. Denn: „Verträge sind schwierig rückgängig zu machen“, weiß sie. 

"Heimatshoppen" am 11. und 12. September

Weniger „auf der Kippe“ steht das für den 11. und 12. September geplante „Heimatshoppen“. Die Veranstaltung, bei der einige Einzelhändler in der Vergangenheit auch immer wieder Aktionen für ihre Kunden durchführten, ist keine Großveranstaltung im klassischen Sinn. „Die heimischen Händler können sich jetzt noch für eine Teilnahme bewerben, wir werden die Händler aber auch noch anschreiben“, kündigt Katharina Suerbier an.

Im Haupt- und Finanzausschuss jedenfalls sah man den Verkaufsoffenen Sonntag am 6. Dezember grundsätzlich positiv. Thorsten Stracke (CDU): „Das ist eine Chance für den durch Corona gebeutelten heimischen Einzelhandel.“ Bürgermeister Jan Nesselrath bezog die Pandemie jedenfalls in seine Überlegungen zu den Veranstaltungen und zum Verkaufsoffenen Sonntag ein: „Wir müssen in dieser Hinsicht wohl kurzfristig entscheiden. Ein Adventsmarkt auf Abstand macht für mich wenig Sinn.“

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