Clowns, Esel, Verbrecher und Könige sorgen für Stimmung

Ingrid Kliewer (Mitte), die Präsidentin des Verbandes, zeichnete in der Ebbehalle Dirk Pies und seine Frau Iris aus.

Valbert - Vor 55 Jahren hatte Heinrich Alef den Karneval aus Bonn mit nach Valbert gebracht, und seither wird er dort jedes Jahr vor allem bei der Prunksitzung Valbert lot gohn ausgelassen gefeiert. In diesem Jahr mit ganz besonders viel Musik und Tanz, und der Elferrat präsentierte sich anlässlich dieses Geburtstages den fantasievoll kostümierten Narren in der Ebbehalle im Retro-Look. Statt der roten Jackets trug er diesmal Schwarz – wie in den alten Zeiten.

Doch bevor es so richtig los ging, dankte Dominik Busch im Namen des Valberter Vereins allen, die sich in den vergangenen 55 Jahren um den Karneval im Ebbedorf verdient gemacht hatten, und Ingrid Kliewer, die Präsidentin des Verbandes der Rheinisch-Bergisch-Märkischen Karnevalsgesellschaften, zeichnete bei ihrer Stippvisite im Ebbedorf Elferratsmitglied Dirk Pies mit dem goldenen Verdienstorden des Verbandes aus. Seine Frau Iris wurde für ihre langjährige Unterstützung mit einem Blumenstrauß geehrt. Der Orden der Präsidentin ging diesmal an Jens Dörnen, weil er kürzlich bereits im Alter von 45 Jahren Opa wurde.

Vor allem die fünf Tanzgarden, also über 100 aktive Tänzerinnen und Tänzer, bestimmten auch in diesem Jahr wieder das Programm der Prunksitzung. Die Ebbe-sterne, Ebbeflöhe, die Konfettis, die Husaren mit ihren zwei Tanzpaaren und die älteste Garde, die Funkenmariechen, wurden vom Publikum für ihre ausgefeilten und waghalsigen Auftritte frenetisch gefeiert. Bis unters Dach bauten sie ihre spektakulären Hebeübungen. Aus der Nachbarschaft hatten sich ebenfalls Tänzerinnen und Tänzer eingefunden. Die Narren konnten sich über einen Auftritt der Biggesterne aus Attendorn, der Prinzengarde aus Neu-Listernohl und des Männerballetts Ihnetal freuen.

Jecken feiern 55 Jahre Valbert lot gohn

Mit Oli, dem Köbes, kam eine echte Rampensau – als solche auch ausgezeichnet – auf die Bühne. Mit Witz und großer Klappe berichtete er vom ganz normalen Wahnsinn in seinem Brauhaus: eine volle Breitseite fürs Zwerchfell.

Das Team Duftig, dargestellt von Valberter Lokalmatadoren, ließ Haare und Wassertropfen fliegen. Die Eigengewächse Siegfritt & Roooy, gerade einflogen aus Las Vegas, zauberten mit einigen Schwierigkeiten, also ganz wie im richtigen Leben, aus dem Rewe- einen Edekamarkt, ließen Bürgermeister und Ortsvorsteher verschwinden und erscheinen, und stimmten schließlich in anderer Verkleidung ein wahre Hymne auf das Ebbedorf an, die auch beim zweiten Mal von allen kräftig mitgeschmettert wurde.

Außerdem sorgte die Showband Ditist aus den Niederlanden immer wieder mit Pauken und Trompeten für Stimmung, die von Julius Müller aus dem Rheinland mit seiner musikalischen Actiontour noch einmal mehr angeheizt wurde.

Von Luitgard Müller

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