Statistik zeigt - Auch die Zahl der Sterbefälle ist gestiegen

Mehr Trauungen und mehr Babys in Meinerzhagen

In Meinerzhagen fanden auch im Corona-Jahr viele Hochzeiten statt.
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In Meinerzhagen fanden im Jahr 2020 trotz der Corona-Pandemie vergleichsweise viele Hochzeiten statt.

Verliebte hält auch das Virus nicht auf. Diesen Eindruck belegt zumindest die Anzahl der Trauungen im Corona-Jahr 2020. „Mit 117 hatten wir tatsächlich viele Eheschließungen“, bestätigt Yvonne Rautenberg. Zum Vergleich: 2019 gab es lediglich 106 Trauungen, 2018 waren es 107, 2017 118.

Meinerzhagen – Beeinflusst habe die Pandemie die Planungen vieler Paare allerdings schon. „Das Drumherum war schwierig“, berichtet die Meinerzhagener Standesbeamtin.

Trauungen: Alles ist kleiner

Statt Sektempfang, zum Himmel schwebende Luftballons oder Hochzeitsspalier eine Trauungszeremonie ohne Trauzeugen und Eltern – keine Frage, Corona hat im vergangenen Jahr auch viele Träume und Wünsche verliebter Brautpaare unsanft platzen lassen. Während des ersten Lockdowns zu Beginn der Pandemie sei die standesamtliche Trauung tatsächlich nur im allerkleinsten Kreis möglich gewesen, erinnert Yvonne Rautenberg. Dennoch hätten sich beispielsweise im März einige Paare ganz kurzfristig entschlossen, zu heiraten, „vielleicht aus Sorge oder weil vielleicht Nachwuchs unterwegs war“, vermutet Yvonne Rautenberg. In den Sommermonaten seien die Zahlen dann eigentlich „wie immer“ gewesen. „Zu dieser Zeit gab es ja auch eine Phase der Lockerungen und Feiern waren möglich.“

Angesichts der Raumgröße und unter Berücksichtigung der Coronaschutzverordnung seien nunmehr zehn Personen im Trauzimmer zugelassen. Alles sei etwas kleiner, gemütlicher, „ein bisschen wie früher“.

Viele Einschränkungen für Brautpaare

„Wir geben uns alle Mühe für ein feierliches Zeremoniell“, berichtet Yvonne Rautenberg, die weiß, dass die Hochzeitsplanungen eine Herausforderung für Paare waren und sind. „Da ging es im letzten Jahr beispielsweise um die Frage, ob man mit den Verwandten noch essen gehen darf. Die Einschränkungen und die Sorge über den Ablauf sind immer mitgeschwungen.“ Interessanterweise sei dennoch gerade der Dezember mit 15 Eheschließungen ein „starker Hochzeitsmonat“ gewesen.

Große Feiern – im Coronajahr war es schwierig. Viele Paare hätten daher den formalen Akt im Standesamt „durchgezogen“, „die Feier oder auch die kirchliche Hochzeit soll aber erst in diesem Jahr stattfinden“, weiß Yvonne Rautenberg, die ganz persönlich auch auf eine Entspannung im Sommer hofft – denn dann möchte sie nicht nur nach dem Ja-Wort fragen, sondern selbst „Ja“ sagen. Die Standesbeamtin wird heiraten – standesamtlich in Meinerzhagen.

Paare hoffen auf Frühjahr und Sommer

Ob größere Hochzeiten möglich sein werden – die Entwicklung der Infektionszahlen wird es zeigen. Während des Lockdowns seien aktuell Gottesdienste und damit auch kirchliche Trauungen nicht möglich. „Zwischenzeitlich haben wir einige Trauungen gefeiert – wenn auch weniger als in den Jahren zuvor“, berichtet Klaus Kemper-Kohlhase, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen. Der Winter sei in der Regel keine Zeit der kirchlichen Trauungen. „Viele Paare hoffen aktuell auf das Frühjahr und den Sommer. Dafür liegen uns schon einige Anmeldungen vor“, so der Pfarrer.

Mehr Sterbefälle

Für die Statistik im Rathaus spielt auch die Zahl der Sterbefälle eine Rolle. 137 gab es im vergangenen Jahr in Meinerzhagen. Etwas mehr als in den Jahren zuvor. 2019 waren es 126, im Jahr davor wurden 107 registriert, im Jahr 2017 waren es 110.

Anstieg der Geburten

Einen auffallenden Anstieg der Geburten, beziehungsweise der Zahl der neuen Erdenbürger, die im Bürgerbüro registriert wurden, gab es im Corona-Jahr in Meinerzhagen ebenfalls. 237 kleine Meinerzhagener wurden 2020 geboren – 137 Jungen und 100 Mädchen. 2019 waren es dagegen nur 215 Kinder, 2018 223, in den Jahren 2016 und 2015 wurden 198 beziehungsweise 188 Babys geboren.

Meinerzhagener Eltern lieben das M

Der Geschmack der frischgebackenen Eltern änderte sich dagegen kaum. Nach wie vor lieben die Meinerzhagener das M – zumindest als Anfangsbuchstabe bei den Vornamen ihres Nachwuchses. Beliebt sind Max, Moritz, Mika, Mailo oder Milan bei Jungen, haben die Mitarbeiter im Bürgerbüro bei der Namensrecherche festgestellt. Am häufigsten wurde allerdings ein Name mit L gewählt. Sieben Eltern nannten ihre Söhne Louis/Luis, der damit den Vorjahresfavoriten David ablöst. Fünf Eltern wählten Matteo/Matheo.

Mila, Milena, Maira, Malu, Merle oder Maja – alles Namen, die bald auf dem Spielplatz oder im Kindergarten zu hören sein werden. Am häufigsten, jeweils dreimal, nannten Eltern ihre Töchter Mathilda, Marie und Lilli. Im Jahr davor führten auch Emma, Lea, Marie und Paula die Namenshitliste an.

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