Schnelle Internet-Anbindung für Außenbezirke

Nächste Woche starten Arbeiten für Glasfasernetz in Windebruch und Hunswinkel

+
Symbolischer Spatenstich: Bis zum Beginn der echten Arbeiten auf der Baustelle soll aber nicht viel Zeit vergehen. Bereits in der nächsten Woche – so der Plan – sollen die Tiefbauarbeiten beginnen.

Meinerzhagen – Der Breitbandausbau für Privathaushalte startet: Für die Ortslagen Windebruch und Hunswinkel werden etwa 88 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Ab Mitte nächsten Jahres geht es mit dem Rest der Stadtfläche und weiteren 116 Kilometern Kabel weiter.

Ein dringend notwendiger Schritt, wie viele Anwohner wissen. Denn: Bislang ist der Internetzugang für die Einwohner in Windebruch durchaus mit dem Zustand der naheliegenden Landesstraße 708 zu vergleichen. Man kommt nur langsam voran – und dabei ruckelt es gewaltig. Während die Fahrbahnsanierung noch auf sich warten lässt, startete am Dienstag jedoch immerhin der Bau einer Datenautobahn. 

5,35 Millionen Euro für Meinerzhagen

Im Rahmen der Breitbandförderung von Land und Bund sind dafür in Meinerzhagen rund 5,35 Millionen Euro vorgesehen. Mit dieser Summe will man insgesamt deutlich mehr als 200 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, 200 Verteiler errichten, etwa 4600 Gebäude anschließen und damit circa 9300 Haushalte versorgen. Als Fertigstellungstermin peilen die Verantwortlichen dafür das Ende 2021 an. 

Für die Nutzer wichtig: Im Rahmen des Ausbaukonzeptes wurde ein sogenannter „Fiber to the Home Ausbau (FTTH)“ vorgesehen. Was nichts anderes bedeutet, als dass der Kabelschluss bis in die jeweiligen Gebäude vorgenommen wird. Und zwar kostenlos. Bedingung hierfür war, dass sich die jeweiligen Hauseigentümer mit der Verlegung einverstanden erklärten. Als Frist für diese Erklärung galt bislang der 14. August. Etwa 75 Prozent der in Frage kommenden Personen gaben ihre Zustimmung ab.

Kosten erst nach Frist-Ablauf

Für eventuelle Nachzügler soll aber weiterhin die Möglichkeit bestehen, das Interesse an der Verlegung zu bekunden. Die Fristverlängerung ermöglicht den Bürgern auch, bares Geld zu sparen. Denn erst nach Ablauf der Frist müssen die Anwohner die Kosten selber tragen. Rechnet man doch ansonsten mit einem durchschnittlichen Installationsaufwand von rund 800 Euro. 

Die „aktiven“ Beteiligten begannen am Dienstag direkt mit der notwendigen Trassenbegehung durch Windebruch. Ausgeführt werden die Arbeiten unter der Leitung der Telekom vom Tiefbauunternehmen Rothstein aus Waldbröl. Wobei die Stadt im Rahmen der Koordination der Arbeiten im öffentlichen Bereich unterstützend mitwirkt. Der bisherige Netzausbau betraf bislang hauptsächlich gewerbliche Nutzer und schulische Einrichtungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare