Arbeiten rund um die Teiche: Freiraumkonzept sieht Fällung von Sämlingen vor

Mehr Licht für den Meinerzhagener Stadtpark

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Gestern wurden mehrere Bäume im Stadtpark gefällt. Damit soll auch das Freiraumkonzept zur denkmalgerechten Umgestaltung des Parks umgesetzt werden.

Meinerzhagen - Die trockene, knackige Kälte bot ideale Bedingungen für die Arbeiten, die Mitarbeiter des Baubetriebshofes im Meinerzhagener Volkspark durchführten. Acht Bäume wurden hier gefällt.

„Die Erlen in der Nähe der Teiche haben sich selbst gesät und gehören damit nicht zur historischen Anlage“, erklärte Valko Gerber vom zuständigen Fachbereich 3 Technischer Service.

Die Arbeiten im Gartendenkmal Stadtpark wurden mit dem Landschaftsverband Westfalen Lippe abgestimmt. Auch das Freiraumkonzept zur Umgestaltung beziehungsweise denkmalgerechten Erhaltung des Volksparks, das vom Landschaftsplanungsbüro Drecker aus Bottrop auch unter der Berücksichtigung historischer Quellen entwickelt wurde, wird damit weiter verfolgt.

„Wir wollen mehr Licht und mehr Luft in den Park bekommen“, erklärte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar den Hintergrund der Maßnahmen, von denen einige bereits durchgeführt wurden. So seien beispielsweise bereits kleinere Sämlinge rund um die Villa gefällt worden, außerdem auch zwei Fichten. Zwei größere Eschen, die in Richtung der Firma Fuchs wuchsen, mussten gefällt werden, weil sie vom Eschensterben betroffen waren. In Absprache mit dem Landschaftsverband seien für den Bau des Radwegs an der Bahnhofstraße auch eine Fichte und zwei Linden gefällt worden, ebenso eine Kastanie. Diese sei zwar sehr prägnant gewesen, habe aber im Kronenbereich mit Seilen gesichert werden müssen.

Der Stamm sei außerem von Fäulnis betroffen gewesen. Langsam sei es „kriminell“ geworden, so Valko Gerber: „Der Baum wurde eine Gefahr. Wir hätten ihn höchstens noch ein, zwei Jahre halten können.“ Für die Kastanie soll noch in dieser Pflanzperiode eine Ersatzbepflanzung vorgenommen werden, ebenso auch für weitere Bäume, die der Umsetzung des Freiraumkonzeptes zum Opfer fielen. Mit der Pflanzung von 13 Bäumen sei ein Garten- und Landschaftsbetrieb bereits beauftragt worden.

Wildwuchs soll außerdem auch im hinteren Bereich des Parks entfernt werden, wo einst Tennisplätze angelegt waren. Auch hier wurde eine hohe Zahl an Pflanzen ausgemacht, die nicht mit dem Parkpflegewerk übereinstimmen. Allerdings würden nicht alle Bäume im Meinerzhagener Stadtpark gefällt, betonte Valko Gerber. Einige jüngere Bäume sollen gerettet werden, indem sie ausgegraben und an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden.

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