Mega-Projekte mit Folgen: Bis 2031 werden zwischen Hagen und Drolshagen fast alle A45-Brücken saniert

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Die Talbrücke Sterbecke kurz hinter der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord in Fahrtrichtung Hagen wurde in der Vergangenheit bereits saniert. In diesem Jahr und bis 2022 folgt der Komplettausbau.

Sauerlandlinie - „In den kommenden Jahrzehnten werden wir keine baustellenfreie Befahrbarkeit auf der Autobahn 45 zwischen Hagen und Drolshagen haben. Die Unfallzahlen werden steigen. Momentan haben wir wegen des Neubaus der Lennetalbrücke bei Hagen in Richtung Dortmund oft einen Rückstau bis Lüdenscheid-Nord. Wenn die neuen Brückenbaustellen eingerichtet werden, wird sich das Stauende wohl auf den Bereich zwischen Drolshagen und Meinerzhagen verlagern.“

Das sagt Polizeihauptkommissar Martin Braune. Der 55-jährige Lüdenscheider ist Leiter des Wachdienstes in der Polizeistation Lüdenscheid-West, die direkt am Rastplatz liegt.

Braune hat dabei den Zeitrahmen im Kopf, der für die Sanierung der maroden Talbrücken aufgestellt wurde. „Bautechnisch“ betroffen ist praktisch der gesamte Bereich zwischen dem Kreuz Hagen und Olpe. 17 Brücken mit Längen zwischen 560 Metern (Talbrücke Bleche) und 196 Metern (Lüdespert) sind vom Landesbetrieb Straßen.NRW in den Sanierungs-Zeitplan aufgenommen.

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Keine erfreulichen Aussichten für die Meinerzhagener, besonders die Ein- und Auspendler müssen wohl Geduld mitbringen. Und auch innerstädtisch könnten sich die Baustellen auf der Sauerlandlinie negativ auf den Verkehrsfluss auswirken. Viele Autofahrer suchen bei Staus – oft gelenkt von ihren Navigationsgeräten – eine Ausweichroute. Nicht unwahrscheinlich, dass die dann durchs Volmetal oder über Homert führt.

604 Millionen Euro für elf Brücken

Insgesamt ist das Brücken-Konzept gewaltig und umfasst den Zeitraum zwischen den Jahren 2016 bis 2031. Investiert werden (sollen) laut Straßen.NRW nach derzeitigem Stand 604 Millionen Euro – und das allein für die elf Brücken zwischen den Bauwerken Wintersohl bei Drolshagen und Kattenohl vor Hagen-Süd.

Die Autofahrer müssen sich auch im Bereich Sterbecke auf Staus einrichten.

Die ersten Vorbereitungen haben längst begonnen. Zwischen den Jahren 2016 und 2022 sollen als erste die Talbrücken Kattenohl und Brunsbecke zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd instandgesetzt werden. Das kostet nach Planungen von Straßen.NRW 91 Millionen Euro. Die Brücke „Sterbecke“, kurz hinter der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord in Fahrtrichtung Hagen, folgt ab diesem Jahr. Bis 2022 wird hier saniert. Kosten: 50 Millionen Euro.

Danach rücken die Baustellen näher an das Meinerzhagener Stadtgebiet heran: 2019, so die Planungen, geht es mit der Talbrücke Rahmede weiter. Bis zum Ende der Maßnahme sind dafür 43 Millionen Euro vorgesehen. Zwischen Lüdenscheid-Mitte und -Süd folgen die Brücken Schlittenbach, Kattenbusch und Bremecke. Doch das ist noch Zukunftsmusik, denn der Zeitrahmen sieht für diesen „Dreierpack“ die Jahre 2026 bis 2029 vor. Die Kosten sind immens: 129 Millionen Euro.

Meinerzhagener Bereich ab 2026 an der Reihe

Mit der Talbrücke Homert wird dann 2026 beinahe Meinerzhagener Stadtgebiet erreicht. Zwei Jahre sind für diese Brückensanierung vorgesehen, 20 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. „Sichter“ und „Immecke“ stehen ebenfalls auf dem Plan: Zwischen 2026 und 2029 geht es hier rund, das jedenfalls sieht der Plan von Straßen.NRW vor. 62 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Weiter geht es in Richtung Drolshagen: Von 2027 bis 2030 ist das „Paket“ mit den Brücken Beustenbach und Lüdespert an der Reihe. Veranschlagte Kosten: 66 Millionen Euro. Die Bauwerke Bleche (2027 bis 2031/55 Millionen Euro), Germinghausen (2027 bis 2029/19 Millionen Euro) und Wintersohl, zwischen Drolshagen und Olpe (2027 bis 2030/26 Millionen Euro), folgen.

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