Ungeliebte Wühler in Meinerzhagen

Maulwürfe pflügen Liegewiese im Freibad um

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Die Liegewiesen im Freibad an der Oststraße gleichen einer Kraterlandschaft. Schlimm ist das nicht, die Erdhügel werden mittels Trecker und Egge bald eingeebnet.

MEINERZHAGEN - Maulwürfe gehören nicht zu den Lieblingstieren der Hobbygärtner. Dabei sind die geschützten Tiere eigentlich nützlich, weil sie Schädlinge vertilgen. Weniger beliebt machen sich die possierlichen „Wühler“ aber durch ihre Hinterlassenschaften, die Maulwurfshügel.

Von Jürgen Beil

Ärgert sich der Gartenbesitzer schon über wenige Dutzend dieser Abraumhalden, so müssten die Meinerzhagener Schwimmmeister Armin und Sabine Langemann momentan nahe am Nervenzusammenbruch sein. Denn: Geschätzte 1000 Maulwurfshügel verteilen sich auf dem Gelände des Freibades an der Oststraße. Doch die beiden Meister für Bäderbtriebe bleiben auch angesichts der Kraterlandschaft erstaunlich gelassen: „Das haben wir eigentlich jedes Jahr, vielleicht nicht ganz so früh“, erläutert Armin Langemann.

Die Gründe für die frühen Maulwurfs-Aktivitäten sind beim milden Winter zu suchen. Langemann: „Der Boden ist nicht gefroren, außerdem hatten die Tiere bis jetzt Ruhe. Das Freibad-Gelände ist eingezäunt und niemand hat die Maulwürfe in den vergangenen Monaten gestört. Deshalb konnten sie sich frei entfalten.“ Diese Chance haben die Tiere fleißig genutzt – mit sichtbarem Resultat. Besonders schlimm ist die Lage allerdings nicht. „Der Bauhof hat einen kleinen Trecker und eine Art Egge, die über den Rasen gezogen wird. Damit werden die Hügel eingeebnet – und fertig.“

Neben den Erdhügeln wartet momentan bereits eine Menge Arbeit auf die Schwimmmeister. So früh wie selten machte sich das Team an die Vorbereitungen auf die neue Badesaison, die an der Oststraße am 1. Mai beginnen soll. Schon am 24. Februar rückten Sabine und Armin Langemann an und machten sich ans Werk. „Zunächst werden der Beckenrundgang und die Zuwege abgespritzt. Das machen wir zurzeit. Dann geht es an die Grundreinigung der Überlaufrinnen. Anschließend nimmt das Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz Proben des Wassers im Becken. Das ist wichtig, weil es in die Volme abgelassen wird. Vorreinigung und Grundreinigung des Beckens folgen. Nach der Beckenrevision wird es noch einmal ausgespritzt und dann befüllt“, erklärt Armin Langemann, was noch an Arbeit auf ihn, seine Frau und die übrigen Helfer wartet, bis am Maifeiertag die Saison beginnt – wenn das Wetter bis dahin mitspielt.

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