Ungewöhnliche Spendenaktion

„Honig-Spende“ für die Feuerwehr

Das erste Glas Honig für den guten Zweck kaufte Kevin Illberg, Jugendwart der Feuerwehr, Matthias Scholand selbst ab.
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Das erste Glas Honig für den guten Zweck kaufte Kevin Illberg, Jugendwart der Feuerwehr, Matthias Scholand selbst ab.

Sie üben fleißig wie die Bienen – und das regelmäßig, um ihren Mitmenschen später schnell und kompetent helfen zu können. Die Angehörigen der Meinerzhagener Jugendfeuerwehr freuen sich deshalb sehr, wenn sie für ihre ehrenamtliche Arbeit Anerkennung bekommen.

Meinerzhagen – Die wurde ihnen jetzt zuteil – dabei spielen die Honig produzierenden Insekten eine Hauptrolle. Die Idee zu der außergewöhnlichen Spendenaktion, mit der die heimische Jugendfeuerwehr unterstützt werden soll, hatte Matthias Scholand. Der ist eigentlich Rechtsanwalt, hat aber eine Vorliebe für alles, was mit der Natur zu tun hat. 2019 kam er über seinen Neffen, der an der Gesamtschule Kierspe an einer „Bienen-AG“ teilnahm, zum Hobby der Imkerei. Die Honig-Ernte in diesem Jahr war für Matthias Scholand in seiner dritten Saison außergewöhnlich gut: „Meine Bienenvölker haben etwa 90 Kilogramm Honig produziert“, freut sich der Volmestädter über die satte Ausbeute.

5 Euro pro Glas

Natürlich behält Matthias Scholand einige Gläser aus eigener Produktion für sich und Freunde zurück, den Großteil verkauft er allerdings diesmal. Und das zugunsten der Jugendfeuerwehr Meinerzhagen, das 250- Gramm-Glas Honig für fünf Euro. „Wenn dadurch 500 bis 700 Euro zusammenkämen, würde mich das sehr freuen“, hofft der Volmestädter nun darauf, dass sein Angebot von vielen Menschen angenommen wird. „Der Honig kann in der Kanzlei KKS an der Gerichtstraße zu den Öffnungszeiten erworben werden“, lädt Scholand alle Liebhaber der süßen Leckerei ein, sich mit der Spezialität einzudecken und dabei noch Gutes für den Nachwuchs der Feuerwehr zu tun.

Um sich für die außergewöhnliche Aktion zu bedanken, besuchte der Jugendwart der Feuerwehr Kevin Illberg kürzlich Hobbyimker Scholand. Mit dabei waren auch die Angehörigen der Jugendfeuerwehr Fabian Heuer und Justin Seuthe.

Spenden willkommen

Illberg nutzte die Gelegenheit, um selbst ein Glas Honig zu kaufen. „Wir freuen uns sehr über die Initiative von Matthias Scholand. Wir werden das Geld sinnvoll investieren. Wie, das steht noch nicht fest. Aber Verwendung haben wir dafür auf jeden Fall, etwa für Ausflüge oder Ausrüstung wie Winterbekleidung. Die Stadt unterstützt uns als Jugendfeuerwehr sehr, aber Spenden sind natürlich immer willkommen“, sagte Illberg.

Matthias Scholand weiß aber auch: „Mit dem Verkauf des Honigs kann ich die Welt nicht retten.“ Er möchte allerdings ein Zeichen setzen und ehrenamtliches Engagement belohnen. „Die Jugendfeuerwehr zeigt einen tollen ehrenamtlichen Einsatz und sie verdient Wertschätzung und Anerkennung.“

Bienen sind wichtige Nutztiere

Schon als Schüler interessierte sich Matthias Scholand für Bienen und die Imkerei. Inzwischen ist er Besitzer von vier „Honig produzierenden Wirtschaftsvölkern“ und fünf Ablegern davon. „Letztere sind quasi die Einwechselspieler“, lacht er. Auf die Bienen selbst hält der Meinerzhagener große Stücke: „Nach Rindern und Schweinen sind sie bei uns die wichtigsten Nutztiere. Dabei geht es nicht nur um den Honig, sondern auch um die enorme und sehr wichtige Bestäubungsleistung der Tiere. Ich selbst und die Nachbarn haben eine sehr gute Obst-Ernte, dank der Bienen“, freut sich Scholand.

Apropos Nachbarn. Fühlen die sich durch die Bienen gestört? Schließlich besitzen die Tiere einen Stachel. „Nein, überhaupt nicht. Ich habe vorher mit den Nachbarn gesprochen, sie eingeladen, sich die Bienenstöcke anzusehen. Und Bienen sind nicht wie Wespen. Sie sind nicht aggressiv und interessieren sich auch nicht für Kuchen oder Grillfleisch. Wenn man selbst beim Umgang mit den Tieren ruhig bleibt, passiert auch nichts. Hektik überträgt sich nur auf die Völker und ist zu vermeiden“, berichtet er.

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