Wildwuchs in der "grünen Lunge" Meinerzhagens

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Der Grünzug Himecke ist für Matthias Scholand eine „grüne Lunge“ der Stadt.

Meinerzhagen - Matthias Scholand ist unzufrieden. Und der CDU-Ratsherr nutzte die jüngste Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses, um seinem Unmut Luft zu machen: „Der Zustand des Grünzuges in der Himecke ist traurig. Es ist ein Jammer, wenn man dort entlanggeht.“

Die Himecke liegt mitten im Meinerzhagener Zentrum. Und dennoch wird es einige Volmestädter geben, die dieses Gebiet kaum kennen. Ein Fußweg zieht sich quer durch den Bereich aus Richtung Gerichtstraße gen Hochstraße. Eine Verbindung gibt es auch über Treppen zur Hauptstraße. Ein Spielplatz, eine kleine Grünanlage und der Bikepark liegen hier. Vor allen Dingen letztgenannte Einrichtung bekam von Matthias Scholand ihr „Fett weg“: „Das Gelände war einst von einem Zaun umgeben, inzwischen steht es offen und ist für Jedermann zugänglich.“ Das birgt nach Scholands Ansicht einige Gefahren: „Ich habe gesehen, dass dort nicht nur Biker mit ihren speziellen Rädern fahren, sondern auch Kinder mit ganz normalen Fahrrädern. Dabei ist die Beschaffenheit des Parcours nicht ohne, Ungeübte mit der falschen Ausrüstung können dort böse stürzen“, befürchtet er und fügt hinzu: „Für 08/15-Fahrräder ist das nicht geeignet.“ Auch der Anblick, der sich dort biete, sei alles andere als schön, fügt Scholand hinzu. 

Der heimische CDU-Politiker geht bei seiner Kritik am Zustand der Himecke aber noch einen Schritt weiter: „Eigentlich ist das dort zwischen den Häusern eine ,grüne Lunge’ unserer Innenstadt. Doch der Platz droht zuzuwuchern. Man müsste etwas gegen den Wildwuchs tun und den ganzen Grünzug aufwerten. Dort könnte man dann auch gestaltend eingreifen.“

Immerhin: „Der Spielplatz in der Himecke wird im Rahmen einer Bestandsaufnahme erfasst, welche das Dortmunder Planungsbüro ,Stadtkinder’ im Auftrag der Stadt Meinerzhagen durchführt und die alle Spielplätze berücksichtigt“, erläutert Scholand. Danach werde man wissen, ob dort Handlungsbedarf bestehe und wenn ja, was optimiert werden könnte. „Das alles geschieht übrigens unter Einbeziehung von Kindern“, berichtet Scholand.

Die Stadt nahm die Hinweise zur Himecke im Bau- und Vergabeausschuss zur Kenntnis. Die Verwaltung werde das Thema aufgreifen, hieß es dazu. Weil der Winter inzwischen vor der Tür steht, wird man von konkreten Maßnahmen derzeit aber absehen. „Eventuell im Frühjahr“, hieß es.

Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar will sich allerdings schon jetzt ein aktuelles Bild vom „Zustand“ der Himecke machen. „Vor Jahren haben wir dort auf dem kleinen Platz schon eine Sitzgruppe aufgestellt, um den Bereich aufzuwerten. Eventuell sind jetzt noch Pflegemaßnahmen zu erledigen. Eine weitere Idee könnte sein, die Treppenanlage im Bereich der Hauptstraße aufzuwerten und den Zugang sichtbarer zu machen. Das könnte im Rahmen des Regionale-2013-Projektes ,Aufwertung der Hauptstraße’ geschehen. Außerdem werden wir abwarten, was das Planungsbüro in Sachen Spielplatz empfiehlt. Alles Weitere könnte dann im Frühjahr gemacht werden“, sagt Rothaar.

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