Dr. Heider berichtet bei "sommerlicher Gesprächsrunde" über aktuelle Politik

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (Zweiter von links) hatte zum Bürgergespräch in das „Wirtshaus in der Altstadt“ eingeladen. Begrüßt wurden die Gäste vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Thorsten Stracke (hinten links).

Meinerzhagen – „Die Klimaveränderung macht mir Angst“, wandte sich eine Meinerzhagenerin besorgt an Dr. Matthias Heider. Der CDU-Bundespolitiker aus Lüdenscheid hatte am Dienstagabend im Rahmen seiner sommerlichen Gesprächsrunde in das „Wirtshaus“ an der Derschlager Straße eingeladen.

Eine zentrale Erkenntnis aus der kleinen, aber diskussionsfreudigen Runde: Das Thema Umweltschutz hat für die Bürger gewaltig an Bedeutung gewonnen. Der Meinerzhagener CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thorsten Stracke begrüßte eingangs die Besucher und den Gastgeber. Der berichtete von „interessanten Zeiten, die der Großen Koalition in Berlin nach der Sommerpause bevorstehen“. 

Die Regierungsparteien CDU und SPD steuerten einen schwierigen Kurs – und das bei klar erkennbaren Untiefen, so der Christdemokrat. „Immer, wenn Politiker in die Seemannssprache verfallen, droht Gefahr“, so Dr. Matthias Heider. Schwer zu sagen also, ob die Koalition bis zum nächsten regulären Wahltermin im Jahr 2021 hält. Mit der nötigen Einigung auf ein neues Grundsteuermodell, der Abstimmung über die Grundrente, der Diskussion über die Auslandseinsätze und den schlechten Ausrüstungsstand der Bundeswehr sowie schwierigen Personalien beim Regierungspartner SPD liegen laut Matthias Heider gefährliche Klippen auf dem Fahrweg der Regierungskoalition.

„Kann sich die CDU eine Minderheitsregierung in Berlin vorstellen?,“ wollte ein Gast angesichts dieser Situation wissen. Eher nicht, lautete die Einschätzung von Dr. Heider. Es folgte der Hinweis auf den derzeit großen Zuspruch für die Partei Bündnis 90/Die Grünen, verbunden mit der Frage, ob die CDU in den letzten Jahren genug für den Umweltschutz getan habe. „Deutschland ist bei der Nutzung regenerativer Energie weltweit ganz vorne mit dabei“, unterstrich Dr. Heider und verwies noch auf den eingeleiteten Kohleausstieg und die Planungen zur Einführung der co2-Steuer. Bei alldem müssten aber Mobilität und Strom für die Bürger erschwinglich bleiben, hob Dr. Matthias Heider hervor.

Die abschließende Aussprache zeigte, dass jeder Bürger direkt zum Klimaschutz beitragen kann. Die Politik muss dafür aber den passenden Rahmen schaffen; beispielsweise durch den Ausbau von Fahrradwegen, einen besseren öffentlichen Personennahverkehr oder die angeregte Verbilligung von Bahntickets.

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