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Sprit – ein erheblicher Kostenfaktor

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Von: Dominic Rieder

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„Diesel ist einer unserer größten Kostenanteile“, sagt Christoph Heuel (im Bild), Geschäftsführender Gesellschafter bei der Spedition Heuel.
„Diesel ist einer unserer größten Kostenanteile“, sagt Christoph Heuel (im Bild), Geschäftsführender Gesellschafter bei der Spedition Heuel. © Heuel Logistics

Frust an der Zapfsäule: Preise von mehr als 1,70 Euro pro Liter Super beziehungsweise mehr als 1,55 Euro pro Liter Diesel sind vielerorts keine Seltenheit. Und nicht nur bei Privatleuten sorgen die erheblichen Kraftstoffkosten für Verdruss. In verschiedenen Branchen stellt Sprit einen bedeutenden Kostenfaktor dar.

Meinerzhagen – Wie wirken sich die deutlich gestiegenen Preise für diverse Branchen vor Ort aus? Für einige Beispiele hat die Redaktion bei heimischen Unternehmen nachgefragt.

Spedition

„Diesel ist einer unserer größten Kostenanteile“, sagt Christoph Heuel, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Spedition Heuel, die in Meinerzhagen im Industriegebiet am Darmcher Grund ansässig ist. „Der Anteil von Sprit an den Kosten beim Lkw-Fernverkehr beträgt 25 bis 30 Prozent“, erklärt er. „Wir haben großen Kostendruck, den wir irgendwann an unsere Kunden weitergeben müssen. Dies ist in der Regel mit einigen Monaten Verzögerung der Fall. Aber es ist unvermeidbar. Denn wenn wir uns die gestiegenen Spritkosten über Jahre ans Bein binden würden, dann würden wir vom Markt verschwinden“, macht Christoph Heuel deutlich.

Diakoniestation

Von „massiv gestiegenen Spritkosten“ berichtet auch Marion Klapproth, Pflegedienstleiterin bei der Diakoniestation Meinerzhagen-Kierspe. 13 Autos zählen zur Flotte der Diakoniestation, deren Einzugsgebiet Meinerzhagen, Kierspe und auch Halver umfasst. Auch bis in die Außengebiete an den Stadtgrenzen wie Rinkscheid oder Rönsahl wird gefahren. Entsprechend hoch ist der Kraftstoffverbrauch. Die für die Diakoniestation gestiegenen Spritkosten beträfen die Pflegebedürftigen aber nicht, erklärt Marion Klapproth. „Die Hausbesuchspauschale wird von Krankenkasse oder Pflegekasse übernommen“, erläutert sie. Die Hausbesuchspauschale ist aber gleichgeblieben und nicht im Zuge der gestiegenen Kraftstoffpreise erhöht worden. Marion Klapproth: „Die gestiegenen Spritkosten bleiben bei uns hängen.“

Ambulanter Pflegedienst

„Ich bin auf die nächste Rechnung gespannt. Es wird sicherlich nicht wenig sein“, sagt Kathy Brandt, Inhaberin des Pflegedienstes Christel Schmidt. Für diesen verhält es sich ähnlich wie für die Diakoniestation – Stichwörter gleichgebliebene Hausbesuchspauschale, aber massiv erhöhte Kraftstoffpreise. „Auf den gestiegenen Spritkosten bleiben wir sitzen“, berichtet Kathy Brandt. Mehr als 20 Fahrzeuge gehören zum Pflegedienst Christel Schmidt. Unterwegs sind sie in Meinerzhagen und Valbert, fahren bis ins Listertal und nach Windebruch. Und auch Kierspe gehört zum Einzugsgebiet. Ein entsprechend bedeutender Faktor sind die Kraftstoffkosten für das Unternehmen.

Taxi

Auch für Reinhard Knobloch, Inhaber des gleichnamigen Taxi-Unternehmens, sind die hohen Spritpreise ein Ärgernis. „Wir fahren ausschließlich Dieselfahrzeuge“, sagt er. „Zu Beginn dieses Jahres lag der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff bei etwa 1,05 Euro. Jetzt beträgt der Preis ungefähr 1,60 Euro. Das bedeutet 50 Prozent Mehrkosten“, betont Reinhard Knobloch. „Und umlegen können wir unsere Mehrkosten nicht. Die Fahrtpreise für Personenfahrten werden vom Straßenverkehramt und die Fahrtpreise für Krankenfahrten von den Krankenkassen festgelegt“, erklärt der Taxi-Unternehmer.

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