Baumaßnahmen in Meinerzhagen

Marode Brücken im MK: Millionenkosten durch Sanierung und Neubau

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Die Brücke nach Willertshagen und ins Gewerbegebiet Scherl ist nicht mehr zu retten: Hier wird zukünftig ein Neubau den Dienst verrichten.

Zwei Brücken zum Gewerbegebiet Scherl in Meinerzhagen stehen auf dem Arbeitsplan. Für eine von beiden reicht eine intensive Sanierung, bei der zweiten ist ein Neubau die bessere Option. Die Kosten übernimmt bei beiden das Land.

Meinerzhagen - Die Bauleitung bei den Maßnahmen teilen sich jeweils Stadt und der Landesbetrieb Straßen NRW.

Während Markus Schade von der Stadtverwaltung bereits in dieser Woche Bewegung auf einer neuen Baustelle zu verzeichnen hat, wissen beim zweiten Brückenbauprojekt an der Zufahrt zum Gewerbegebiet Scherl derzeit nur einige Wenige, wie es weitergeht.

Bei der von der Stadt betreuten Maßnahme handelt es sich um die Sanierung der Brücke Scherl (alte B54). Diese befindet sich noch im Eigentum des Landes. Da der Straßenabschnitt zwischenzeitlich aber herabgestuft wurde, dort also keine Bundesstraße mehr existiert, übernimmt die Stadt die Straße. Dieses Vorgehen wurde mit der Maßgabe ausgehandelt, dass zuvor die Brücke auf Kosten des Landes saniert wird. 

Neue Brücke kostet 1,4 Millionen Euro

Intensiv mussten sich die Fachleute um das entsprechende Konzept bemühen. Daher erschien die Maßnahme mehrere Jahre hintereinander im städtischen Bauprogramm. Dort ist sie nun mit einer Summe von mehr als einer halben Million Euro aufgeführt – jedoch wegen der Kostenerstattung durch das Land nicht nur auf der Ausgaben-, sondern auch auf der Einnahmenseite. Letztendlich soll das Projekt für die Stadt eine „Nullnummer“ werden. Spätere Unterhaltungsarbeiten gehen nach dem Eigentumsübergang – dieser soll nach dem Abschluss der Arbeiten erfolgen – zulasten der Kommune. 

Am Samstag bauten die Fachleute der Lüdenscheider Firma System Gerüstbau zum Start die notwendigen Plattformen für die Arbeiten auf. Beim zweiten Brückenbauwerk handelt es sich um das neben der Autobahnbrücke der A45 stehende Bauwerk über die B54 an der Kreuzung zur Südumgehung. Sie dient als Hauptzufahrt zum Gewerbegebiet Scherl, ist fast 50 Jahre alt – und irreparabel. Für sie wird das Land eine neue Brücke errichten. Kosten: rund 1,4 Millionen Euro.

Bauzeit etwa zwei Jahre

Interessanter dabei: Die vor dem Abriss aufgebaute Ersatzbrücke verschlingt ungefähr die Hälfte der Summe. „Die Ausschreibungen sind gelaufen. Die Submissionen haben stattgefunden. Nun werden die entsprechenden Auswertungen erfolgen und danach die Auftragsvergaben“, erläutert der Pressesprecher von Straßen NRW Andreas Berg. Da hierfür realistisch ein Zeitraum von gut zwei Monaten anzusetzen sei, werde neben kleineren Vorbereitungsarbeiten vor Ort in diesem Jahr nicht mehr viel passieren, hieß es weiter.

Auch um bei der Baustelleneinrichtung und speziell beim Aufbau der Ersatzbrücke nicht von den Unbilden der Wintermonate gestört werden zu können, werde der eigentliche Start im Frühjahr 2021 erfolgen. Bauzeit ab dann: etwa zwei Jahre.

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