„Mama Muh“ besucht die Bücherei

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Mit viel Einfühlungsvermögen ging die Puppenspielerin „zu Werke“. ▪

Meinerzhagen ▪ „Mama Muh“ ist eine ganz außergewöhnliche Kuh, sicherlich die einzige mit einem Leserausweis der Stadtbücherei.

Dort war sie im Mittwochnachmittag zu Gast und fesselte mit ihren Capricen rund eine Stunde lang die gut über 100 kleinen und großen Zuschauer.

Die Geschichte, die das Wodo-Puppenspieltheater aus Mülheim mit Tischfiguren und einer Marionette erzählte, basiert auf dem Buch von Jujja und Tomas Wieslander, die der Zeichner Sven Nordqvist illustrierte, vielen vor allem durch die Bücher um „Findus und Pettersson“ bekannt.

„Mama Muh und die Krähe“ erzählt von zwei völlig gegensätzlichen Freundinnen. Von der muffeligen Krähe, manchmal eine richtige Spaßbremse, und der unternehmungslustigen Kuh „Mama Muh“, die nicht den ganzen Tag auf der Weide verbringen will, sondern möglichst viele ihre unzähligen Interessen und Ideen verwirklichen. Sie kann schreiben und lesen, beweist sich als begnadete Ballett-Tänzerin. Auch Fußballspielen ist für sie kein Problem und mit den Erzeugnissen moderner Technik kennt sie sich auch aus. Vor allem aber verbreitet sie ansteckend gute Laune und den unerschütterlichen Optimismus, dass alles machbar ist. Und auch die Kinder ließen sich von ihr mitreißen. Sangen, tanzten, hüpften und lachten mit ihr.

Dorothee Wellfonder, die gemeinsam mit Wolfgang Kaup-Wellfonder das Wodo-Puppenspieltheater ist, führte die Tischfiguren und die Marionette der Krähe gekonnt in offener Spielweise und ließ sie durch ihre ausdrucksstarke Stimme lebendig werden. Dennoch trat sie stets hinter den dargestellten Charakteren zurück.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen eines seit Sommer dieses Jahres laufenden Projektes in Zusammenarbeit zwischen heimischen Stadtbücherei und den Kindergärten mit Unterstützung des Familienministeriums organisiert. ▪ luka

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