Die Magie des Tanzes - mit einigen Schönheitsfehlern

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Ein Höhepunkt bei der Show Magic of the Dance: Die blondgelockte Maid gerät zwischen einen finsteren Bösewicht und den Prinzen ihres Herzens.

Meinerzhagen - Von der Magie des Tanzes - „Magic of the Dance“ - ließen sich die Zuschauer am Sonntagabend in der Stadthalle gern verzaubern. Die Geschichte, die mit der rund zweistündigen Show erzählt wurde, war dagegen eher ein wenig wirr und bediente sich jedes nur denkbaren Klischees.

In dörflicher Idylle inmitten der grünen Weite Irlands beginnt die Liebesgeschichte zwischen einer blonden Maid mit einem ebenso blonden Jüngling. Doch schon bald wird das junge Glück von einem Bösewicht und seiner Gespielin, beide tiefschwarz und blutigrot gewandet, bedroht. Explosive Lichteffekte, Nebelschwaden und Kapuzenkutten machten die düstere mystische Atmosphäre komplett, die von der Stimme von Sir Christopher Lee, der die Geschichte erzählte und manchmal nur schwer zu verstehen war, noch verstärkt wurde. Nur die mitreißende Musik und die mit enormem Tempo und äußerster Präzision über die Bühne wirbelnden Füße der Darsteller sorgten da bei den Zuschauern doch noch für Begeisterung.

Die fanden sich dann plötzlich fernab der leidigen Rahmenhandlung in einer Szene am Hafen wieder oder im legendären Cotten-Club, wo die New York Tap All Stars mit spielerischer Leichtigkeit Stepptanz vom Feinsten präsentierten. Das ebenso legendäre Ratpack, einst gebildet von Sammy Davis jr., Frank Sinatra und Dean Martin, wurde von den Akteuren kurzerhand aus dem Publikum rekrutiert, und die Auserwählten ließen sich auf das Spiel auch gern ein, gehorchten aufs Wort, als es hieß: „Be sexy!“ und zeigten sich auch bereit, auf der Bühne die ersten Taps zu lernen, was bei den Zuschauern, die (aufatmend) der Aufmerksamkeit entgangen waren, für allgemeine Heiterkeit sorgte.

Schließlich fand auch die Liebesgeschichte ein Happy-End. Der Prinz der Herzen besiegte den Bösewicht in einem hitzigen Dance-Battle und feierte Hochzeit mit seiner blondgelockten Liebsten, und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.

Doch trotz des fadenscheinigen Plots war es den Tänzern gelungen, das Publikum mit ihrem schnellfüßigen Trommelfeuer zu begeistern und mitzureißen. Es bedankte sich mit minutenlangem Applaus, den es schließlich auch stehend spendete, wofür es mit einem weiteren tänzerischen Feuerwerk belohnt wurde.

Viele Zuschauer nutzen anschließend im Foyer die Gelegenheit, sich ein Autogramm bei den Darstellern zu holen. Dabei konnten sie sich auch nach ihren Namen erkundigen, denn das Hochglanz-Programmheft, das zur Show erhältlich war, war in dieser Hinsicht nicht mehr auf dem neuesten Stand.

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