Maatz allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters

Der „zweite Mann“ im Meinerzhagener Rathaus ist Frank Maatz.

MEINERZHAGEN ▪ Eigentlich ist es laut Gemeindeordnung eine unstrittige Sache:

Der Rat bestellt einen Beigeordneten zum allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters. Vor diesem Hintergrund wurde in der Hauptsatzung der Stadt Meinerzhagen festgelegt, dass der gewählte Beigeordnete allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters ist und die Amtsbezeichnung „Erster Beigeordneter“ trägt.

Seit dem 1. Januar 2008 ist Frank Maatz (49) in dieser Funktion bei der Stadt Meinerzhagen tätig. Im September 2007 war er vom Rat einstimmig zum Nachfolger des bisherigen Ersten Beigeordneten Wolfgang Kittner gewählt worden, der in den Ruhestand ging.

Jetzt soll durch einen formellen Ratsbeschluss die Bestellung des Beigeordneten zum allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters noch einmal ausdrücklich untermauert werden. Dies erscheine aus Gründen der Rechtssicherheit geboten, hatte es Frank Maatz selbst angeregt. Bürgermeister Erhard Pierlings teilt diese Rechtsauffassung und legte nun einen entsprechenden Beschlussvorschlag vor. Eigentlich eine Formalie und doch offenbar kein Selbstläufer, wie es sich dann bei der Abstimmung am Montag im Haupt- und Finanzausschuss zeigte. Die fünf Mitglieder der SPD enthielten sich nämlich der Stimme. Alle übrigen Ausschussmitglieder folgten dem Beschlussvorschlag, der jetzt noch vom Rat in seiner Sitzung am kommenden Montag, 20. September gebilligt werden muss.

Die Stimmenthaltung aus den Reihen der SPD wurde nicht begründet. Zu vermuten ist, dass dies noch in Zusammenhang mit den Geschehnissen im ersten Amtsjahr von Maatz in Meinerzhagen steht. Maatz war zum Zeitpunkt seiner einstimmigen Wahl zum Beigeordneten im September 2007 selbst noch Mitglied der SPD, gab danach aber, wie er es begründete mit Rücksicht auf seine künftige Amtsführung das Parteibuch zurück.

Im Mai 2008 sorgte die Ankündigung von Maatz, sich bei der Kommunalwahl 2009 als Gegenkandidat zu Erhard Pierlings um das Bürgermeisteramt in Meinerzhagen bewerben zu wollen, für Irritationen.

Nur drei Monate später eine neue Wendung: Maatz ließ sich von CDU und SPD in Warstein zu deren gemeinsamem Bürgermeisterkandidaten küren. Bei der Wahl am 30. August 2009 unterlag er dann aber dem bisherigen Amtsinhaber aus den Reihen der örtlichen Bürgergemeinschaft und verblieb damit in seinem Beigeordnetenamt in Meinerzhagen. ▪ -fe

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