Am Fuße der Nordhelle

Ein Tag auf dem Gärtnereihof

Lohn nach getaner Arbeit auf dem Gärtnereihof Kiesbert: Die von FÖJ-Absolventin Luna Vera Steinbusch frisch geernteten Erdbeeren werden zu Erdbeerkuchen verarbeitet.
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Lohn nach getaner Arbeit auf dem Gärtnereihof Kiesbert: Die von FÖJ-Absolventin Luna Vera Steinbusch frisch geernteten Erdbeeren werden zu Erdbeerkuchen verarbeitet.

Luna Vera Steinbusch lernt auf dem Gärtnereihof Kiesbert ökologische Landwirtschaft kennen.

Märkischer Kreis – „Das ist eine Larve vom Kartoffelkäfer, erkennbar an der rotbraunen Färbung. Die müssen wir heute auf dem Feld suchen“, erklärt Hofbesitzer Ulrich Pieper der Praktikantin Luna Vera Steinbusch. Sie absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Märkischen Kreis und arbeitet zwei Tage auf dem Gärtnereihof Kiesbert mit.

Familienbesitz seit 400 Jahren

Der Hof liegt unterhalb der Nordhelle, am Fuße des Ebbegebirges. „Der gehört unserer Familie seit etwa 400 Jahren. Seit 1993 bewirtschaften meine Frau und ich den Hof. Unser Konzept: Ökologische Landwirtschaft aus der Region für die Region“, erzählt Ulrich Pieper.

Diese Woche zeigt er Luna die Arbeit auf dem Hof. Zum Beispiel auf dem Kartoffelfeld. Im Moment ist Blütezeit. Rosalila Blüten zieren die Pflanzen. „Für eine gute Ernte pflegen wir die Fläche. Deshalb werden Unkraut wie Disteln mit einer Heckenschere entfernt. So bekommen die Kartoffelpflanzen wieder Licht und Raum zum Wachsen“, erklärt Luna.

Risiko für die Ernte

Danach sucht die FÖJ-lerin die Pflanzen nach Larven des Kartoffelkäfers ab. „Die Schädlinge werden abgeschüttelt. Sie ernähren sich sonst von den Blättern der Pflanze und können das ganze Feld abfressen“, weiß Luna. Ein Risiko für die Ernte. Auch Kartoffelkäfer sitzen an den Pflanzen. Sie werden eingesammelt und „kommen als Viehfutter zurück in den ökologischen Kreislauf“, erklärt Ulrich Pieper.

Gras zum Mulchen wird auf der benachbarten Wiese zusammengeharkt. „Das ist für eine brache Fläche im Gemüsegarten“, so die FÖJ-lerin und ergänzt: „Damit kann der Boden nicht so schnell austrocknen. Man benötigt weniger Wasser. Auch Unkraut kann so schlechter wachsen.“ Eine schonende Methode, um den Boden zu bearbeiten. Damit ist die Arbeit auf dem Feld beendet. Es geht zurück zum Gärtnereihof, vorbei am bäuerlichen Garten. Hier wachsen Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen wie Kohl. Auch Erdbeeren gehören dazu. „Die haben wir heute Morgen bereits geerntet. Jetzt werden sie aussortiert, gewaschen und morgen gibt es davon einen Erdbeerkuchen“, sagt Luna glücklich.

Nachhaltige Landwirtschaft

Sie ist begeistert von der nachhaltigen Landwirtschaft auf dem Gärtnereihof. Ulrich Pieper hofft, dass er einen Nachfolger für dieses Konzept findet. „Ich unterstütze die neuen Pächter gerne mit meinem Fachwissen. Flächen zum Bewirtschaften und Werkzeuge sind da. Man muss nur noch anfangen.“

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