Kooperationsvertrag abgeschlossen

Luca-App: Kreis ist ab sofort Modellregion

„Für das erste Halbjahr haben wir sämtliche Veranstaltungen gestrichen“, sagt KuK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus.
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„Für das erste Halbjahr haben wir sämtliche Veranstaltungen gestrichen“, sagt KuK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus.

Das Gesundheitsamt des Kreises kann ab sofort auf die Daten der Luca-App zugreifen und sie für die Kontaktnachverfolgung nutzen. Das teilt das Kreishaus jetzt mit. Die Kreisverwaltung bleibe aber auch für weitere Anbieter offen.

Märkischer Kreis – Der Kreis hatte am 11. März verkündet, auf Apps zur Kontaktnachverfolgung setzen zu wollen. „Die digitale Kontaktnachverfolgung muss auch im Märkischen Kreis zum Einsatz kommen. Die Kreisverwaltung hat mit Nachdruck an der Anbindung der Luca-App an das Gesundheitsamt gearbeitet und frühzeitig signalisiert, dass sie die entsprechenden Voraussetzungen schaffen wird, damit die App vor Ort genutzt werden kann“, sagt Landrat Marco Voge. Zuletzt habe der Landrat Kontakt zum Anbieter aufgenommen, um eine zeitnahe Anbindung zu gewährleisten.

Kooperationsvertrag

Zwischen dem Märkischen Kreis und der culture4life GmbH (Betreiber und Entwickler der Luca-App) wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der dem Märkischen Kreis die Nutzung der App als Modellregion zusichert. Kosten würden dem Kreis dadurch nicht entstehen. Als Modellregion stehe dem Kreis und seinen 15 Kommunen, aber auch Bürgern, Unternehmen, Verbänden und Kultureinrichtungen die App kostenlos zur Verfügung.

75 Stellen registriert

Der Märkische Kreis begrüße die Nutzung beispielsweise durch Wirtschafts- und Kulturverbände, Unternehmen – unter anderem der Gastronomie – sowie Trägern von Pflegeeinrichtungen. Der Märkische Kreis kann die angemeldeten beziehungsweise hinterlegten Einrichtungen, Betriebe und Unternehmen einsehen, teilt Pressesprecher Alexander Bange auf Nachfrage mit. Aktuell seien im Kreis bereits rund 75 Stellen registriert. Eine gesammelte Auflistung und Veröffentlichung dieser Stellen sei aber zurzeit nicht geplant. In welchen Bereichen und eigenen Einrichtungen des Kreises – beispielsweise Museen – der Einsatz der Luca-App sinnvoll ist, werde derzeit geprüft. „Die digitale Nachverfolgung ist in vielen Stellen zurzeit über die elektronische Terminvergabe und die sich daraus ergebenden Daten bereits möglich“, betont der Kreis. Wo darüber hinaus App-Lösungen genutzt würden, werde der Kreis zu gegebener Zeit bekannt geben.

KuK noch nicht „an Bord“

Der Verein KuK ist (noch) nicht bei Luca mit „an Bord“, wie Vorsitzender Karl-Heinz Kraus gestern auf Anfrage erklärte. Man wolle sich aber auch mit dieser App beschäftigen, um den Kulturbetrieb in Meinerzhagen und Kierspe so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. Allzu optimistisch sei er derzeit jedoch nicht, so Kraus. „Für das erste Halbjahr haben wir sämtliche Veranstaltungen gestrichen. Und die Einrichtung des Schnelltestzentrums in der Stadthalle macht parallele Veranstaltungen dort natürlich auch nicht möglich“, so Kraus, der jedoch hofft, zum 25-jährigen Jubiläum von KuK im Sommer wenigstens ein wenig feiern zu können – auf welche Weise das geschehen kann, bleibt indes abzuwarten.

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