Millionenprojekt Löher Weg

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Die Anlieger des Löher Weges waren zahlreich erschienen und stellten Fragen, gaben aber auch Anregungen.

Meinerzhagen - „Es ist schön, dass sie so zahlreich erschienen sind“. Mit dieser Aussage begrüßte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck am Mittwochabend deutlich mehr als 40 Anlieger des Löher Weges im Ratssaal.

Unter ihnen auch ein Vertreter der Meinerzhagener Baugesellschaft, welche in ihren Immobilien in diesem Bereich eine große Zahl von Mietern beherbergt. Auf dem Programm der Veranstaltung stand der für dieses Jahr vorgesehene Neubau des Kanals und der Straße selbst.

„Wir haben bereits 2012 zum ersten Mal Mittel für die Planung im Etat gehabt. Loslegen werden wir aber erst in diesem Frühjahr“, so Tischbiereck. Dabei schloss er in seine Terminansage ein, dass es sich in diesem Jahr um den ersten Bauabschnitt handelt. Etwa die Hälfte der Gesamtlänge von rund 700 Metern, soll dabei von der Berg- bis zur Weidenstraße in Angriff genommen werden. Der weitere Teil bis zur Gerichtstraße folgt nach dem derzeitigen Plan im kommenden Jahr 2017. Ist alles fertiggestellt, wird die Stadt für die Sanierung der gut 60 Jahre alten Straße und des ebenso alten Kanals, etwa 1,83 Millionen Euro ausgegeben haben. Circa 1,1 Millionen Euro entfallen hiervon auf die Straßensanierung und sind nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) beitragspflichtig.

Gespannt warteten daher die Anwesenden Eigentümer auf die Bekanntgabe des Umlegungsbetrages. Hier war allerdings etwas Geduld gefordert, da zunächst Christian Kitta vom Planungsbüro HPC AG aus Nümbrecht, die „technischen Details“ vorstellte. Seine Zusammenfassung stellte klar: Der Kanal, die Straße, die Gehwege und die Straßenbeleuchtung werden erneuert, aber am eigentlichen Erscheinungsbild des Löher Weges, ändere sich nichts Wesentliches.

Ausgiebig war die sich anschließende Aussprache- und Fragerunde. Darin ging es unter anderem um sachlich vorgetragene Bedenken der Anlieger im Hinblick auf die Zufahrt zu ihren Grundstücken, die Belieferung von Privathaushalten, aber auch von den angesiedelten Gewerbetreibenden. Und ebenso trieb einem Versammlungsteilnehmer, welcher dazu einen Vergleich mit der Bahnüberführung als Beispiel heranzog, die Sorge um, es könne bei einem derartigen Millionenprojekt Schwierigkeiten mit dem „ausführenden Unternehmen“ geben.

„Wir können ihnen nur versprechen, dass wir uns um einen problemlosen Ablauf bemühen werden. Aber natürlich sind wir dabei auf ihr Verständnis, aber auch auf ihre Anregungen angewiesen“, erläuterte Jürgen Tischbiereck. Letztere gab es dann gleich ganz aktuell. So konnten die Fachleute zum Teil Neues über Probleme bei der Entwässerung, aber gleichfalls zum „normalen Verkehrsfluss“ erfahren. Allesamt Informationen, über die die Fachleute bis zum anvisierten Baubeginn im Frühjahr nachdenken wollen.

Gut sieben Monate sollen die Arbeiten in diesem Jahr andauern. Ein etwa gleicher Zeitrahmen ist für 2017 vorgesehen.

Mit ihrer Darstellung des Kostenbeitrages der Anlieger, löste Susanne Richter von der Stadt kein „Erschrecken“ aus. Denn die Tatsache, dass der Löher Weg sehr stark genutzt wird und nach seiner Zuordnung im Rahmen der Beitragssatzung dementsprechend als Hauptverkehrsstraße eingestuft ist, wirkt sich für sie positiv aus. So ergibt sich bis auf den Gehwegbereich – hier sind es 50 Prozent – ein 10prozentiger Anteil, der umgelegt wird. „Rechnen sie bitte mit höchstens vier, eher aber mit weniger Euro pro Quadratmeter“, so Susanne Richter. Wegen der hohen finanziellen Vorleistungen für die Bauarbeiten, erwägt die Stadt eventuelle Vorausleistungen zu erheben. Sollte dieses der Fall sein, werden die entsprechenden endgültigen Bescheide mit einbezogen. Und die kommen nicht vor 2019.

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