Galerie schließt

Abschied von der Galerie Langenohl

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Herbert und Gretel Langenohl werden weiter aktiv sein.
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Das Vokalensemble Vivendi unterhielt zum Abschied der Galerie Langenohl mit schönen Vorträgen.
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Meinerzhagen - „Alles hat seine Zeit“: Diesen Bibelvers hat Herbert Langenohl als Untertitel für die Einladung zur letzten Ausstellung in seiner Galerie gewählt.

Der Maler aus Hardenberg und seine Frau Gretel werden aber nicht stehen bleiben. Sie sprühen vor Energie und Tatendrang und schauen gespannt nach vorn. Was kann jetzt kommen? „Vielleicht Ausstellungen an anderen interessanten Orten“, so Herbert Langenohl. Oder es gibt Aktionen und Treffen in Hardenberg. Die Zukunft bleibt spannend. 

Den Abschied von der Galerie hinter dem Eine-Welt-Laden hat Herbert Langenohl zweigeteilt. Unter dem Titel „Kunst und Spiritualität“ bot er am 10. März einem interessierten Publikum Interpretationen seiner Bilder und nahm dabei Bezug auf seine Lebensgeschichte und auf seine religiös-spirituelle Entwicklung. 

Lockerer Gesprächsabend

Am Samstag folgte ein sehr gut besuchter lockerer Gesprächsabend bei Wein und Musik. Den Einstieg gestaltete das Vokalensemble Vivendi mit einigen schönen Vorträgen. Herbert Langenohl nahm sich dann die Zeit, um am Beispiel der ausgestellten Werke ausführlich auf seine über Jahre entwickelte Maltechnik einzugehen. Über frühe, gegenständliche Werke wie „Mein Geburtshaus mit Mond“ oder „Ecce home“ zu Ehren der Künstlerin Maria Mahalyhegyi-Witthaut führte der Weg des Hardenbergers zu weißen Quadratbildern – zur weißen Fläche als Darstellung des gegenstandslosen Bewusstseins. 

Das Vokalensemble Vivendi unterhielt zum Abschied der Galerie Langenohl mit schönen Vorträgen.

Es gab eine Serie von Werken, bei denen kleine Bilder mit Rahmen auf einer größeren, bis ins Unendliche reichenden Leinwand gesetzt sind. „Damit war ich von meinen weißen Quadratbildern mit weißem Rahmen, weißem Grund und farbigen Quadraten nicht mehr weit entfernt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Gefühl, eine neue Kunst gefunden zu haben – und dazu noch eine, die meiner spirituellen Erfahrung entsprach“, berichtete Herbert Langenohl. 

Es folgten zwei weitere Serien weißer Quadratbilder – eine mit gegenständlichen Motiven und eine nur mit einem farbigen Innenrand. Zum Weiß kam dann das Schwarz hinzu. „Weiß steht für das Unvergängliche und Transzendente. Schwarz beinhaltet alles, was an die Zeit gebunden und damit vergänglich ist. Beides gehört zusammen“, fasste der Künstler sein fast fünf Jahrzehnte andauerndes Schaffen zusammen. 

Mit letzten Veranstaltungen klingt der Betrieb in der Galerie Langenohl, der immer auch Musik, Theater und Meditation umfasste, in diesen Tagen aus. Der Umzug des benachbarten Eine-Welt-Ladens ins neue Domizil an der Derschlager Straße hat schon begonnen. Und auch Herbert und Gretel Langenohl werden bald daran gehen, die vielen Gemälde aus der Galerie in einem angemieteten Lagerraum unterzubringen.

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