Living Gospel begeistert in Meinerzhagen

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Temperamentvoll präsentierte der Schalksmühler Chor „Living Gospel“ mitreißenden Modern Gospel. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Musik ging direkt ins Blut, ließ Hände klatschen, Füße wippen und traf mitten ins Herz. Stehend dankten die zahlreichen Zuschauer den rund 80 Sängerinnen und Sängern von „Living Gospel“ und der Band für das temperamentvolle, mitreißende Konzert am Sonntagabend in der Jesus-Christus-Kirche.

Wie bereits seit 800 Jahren war das zentral gelegene Gotteshaus an diesem Abend einmal mehr ein Ort der Begegnung. Damit das auch künftig so bleibt, hatte die Stiftung, die genau darin ihren Sinn und Auftrag sieht, erneut eingeladen, um sich bei allen zu bedanken, die sie im vergangenen Jahr mit ihren Spenden dabei unterstützt hatten. „Sie haben unser Anliegen, das Gebäude mit seiner warmen Präsenz und besonderen Ausstrahlung zu erhalten, zu Ihrem gemacht,“ sagte der Vorsitzende der Stiftung, Matthias Scholand. Sein Dank galt auch den Sponsoren, die dieses Benefizkonzert ermöglicht hatten. In der Pause waren die Zuhörer zu „Fingerfood“ und Getränken eingeladen.

Der Funke sprang sofort über, als der Schalkmühler Chor nach einem kurzen „Instrumental“ singend in die Kirche einzog, und spätestens beim zu unwiderstehlichen afrikanischen Rhythmen in Kisuaheli vorgetragenen Lobgesang „O sifunu mungu“ hatten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung des „flinkhändigen“ Chorleiters Hans Werner Scharnowski auch den letzten Zuhörer in ihren Bann gezogen.

Das Repertoire bestand überwiegend aus Modern Gospel. Auch Pop-Songs wie „Your raise me up“, „Dance into the Light“ und „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder „Adieumus“, vor allem durch einen Werbespot bekannt, gehörten dazu. Mit dem einzigen deutschsprachigen Lied „Der Rest für das Fest“ nahm der Chor das Konsumverhalten zu Weihnachten aufs Korn.

Gefühlvolle Balladen, mitreißende Rhythmen, kraftvolle Stimmen und ausgezeichnete Solisten machten das Benefizkonzert zu einem Genuss. Rolf-Edgar Gerlach begleitete den Chor am Klavier, Thorn Leonard am Schlagzeug. Jan Primke spielte den Bass und übernahm auch einmal den Sologesang. Eugen Wall steuerte Soli an Saxophon und Klarinette bei und zeigte, welches Potenzial auch in einer „Kirmesflöte“ steckt.

Aber auch das Publikum wurde in den Gesang eingebunden, von Hans Werner Scharnowski zum Kanon aufgeteilt und angeleitet, konnte mitsingen und mitklatschen. Schließlich entließ es „Living Gospel“ erst nach zwei Zugaben.

Von Luitgard Müller

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