Zwei "Sorgenkinder" unter den Landstraßen

Tempo 50 – nicht ohne Grund

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Auf der Landstraße 707 gilt Tempo 50, um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können. Auch vom Abzweig Wilkenberg in Richtung Eseloh weist ein Schild auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hin, in der Gegenrichtung steht hier allerdings keines.

Meinerzhagen – Beide sind viel befahrene Landstraßen, beide Strecken sind wichtige Verbindungen ins Listertal und die umliegenden Dörfer sowie zur Listertalsperre, und beide Strecken sind „Sorgenkinder“.

Rückblick: Die Landstraße 707 führt von Wormgermühle Richtung Wilkenberg und von hier weiter nach Hunswinkel. Erst im Jahr 2018 wurde die Strecke saniert, rund 3,5 Kilometer betrug die Länge des Abschnitts, der bis zum Abzweig nach Eseloh erneuert wurde. Die alte Fahrbahn wurde entfernt, ein neuer Belag aufgebracht. Und das vergleichsweise schnell. Drei Monate sollte die Maßnahme dauern. Drei Wochen früher als geplant war alles fertig und es herrschte wieder freie Fahrt. Die Kosten des Baus betrugen 710 000 Euro.

Ende gut, alles gut? Mitnichten, denn auf der Strecke darf seit geraumer Zeit nur Tempo 50 gefahren werden. Und das hat einen Grund, wie Andreas Berg, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Anfrage mitteilte: Es gebe „Ungereimtheiten“, erklärte er. Diese beträfen die Oberfläche der Straße. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, seien daher Tempo 50-Schilder aufgestellt worden, bis das Ergebnis der entsprechenden Prüfungen vorliegen. Um eventuelle Schäden zu beheben, könnte es im schlimmsten Fall erforderlich sein, dass die Fahrbahn erneut erneuert werden müsse. „Dann aber nicht auf Kosten der Steuerzahler.“

Listerstraße - eine unendliche Geschichte

Erneuert werden muss hingegen die Landstraße 709. Die „unendliche Geschichte“, die sich mittlerweile um die Listertraße rankt, ist aber noch lange nicht zu Ende. Zwischen Krummenerl und Hunswinkel ist die Straße nicht mehr als eine Holperstrecke. Und das wird sie auch noch für eine Weile bleiben. In einem zweiten Bauabschnitt sollte sie in diesem oder aber im kommenden Jahr erneuert werden. Inzwischen steht fest, dass das etwa 2,5 Kilometer lange Teilstück der L 709 für das kommende Jahr im Landesstraßenbauprogramm aufgenommen wurde. Es könne allerdings sein, dass sich die Priorisierung noch einmal ändere, sagte Berg. Im schlechtesten Fall könnte dies eine erneute Verschiebung bedeuten. 

2. Bauabschnitt erst 2021

Bekanntlich hatte es bei der Erneuerung der Strecke zwischen dem Abzweig Österfeld und Krummenerl immer wieder Verzögerungen gegeben. Mehr als ein Jahr hatte es am Ende gedauert, bis die Straße nach ihrer Sanierung im Mai 2018 wieder freigegeben werden konnte. Dabei war man zunächst von einer fünfmonatigen Bauzeit ausgegangen. Dass die nicht eingehalten werden konnte, stellte sich schnell heraus. Unwägbarkeiten Diverse Unwägbarkeiten, notwendige Planänderungen und Ergänzungen, aber auch Abstimmungsprobleme hatten immer wieder zu Verzögerungen geführt und Autofahrer letztendlich auf eine lange Probe gestellt. Probleme hatte es beispielsweise bei den Banketten und der Sicherung der Uferbereiche gegeben. Zunächst war der zweite Bauabschnitt für Anfang 2019 vorgesehen, wurde aber verschoben – auch, weil die Sanierung der L 707 vorgezogen wurde. Jetzt soll es das Jahr 2021 werden.

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