Arbeiten an heimischer Talsperre

Staumauer der Lister wird saniert

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Die Badestellen Hunswinkel, Heiligenberg und Windebruch werden wegen der Absenkung des Wasserstandes geschlossen.

Hunswinkel – Die Sanierung der Staumauer der Listertalsperre geht weiter. Jetzt steht die Reinigung und die Sanierung der Fugen an. Das soll nicht nur für die Sicherheit des Bauwerkes sorgen, am Ende wird der aus dem Wasser herausragende Teil der Mauer auch optisch aufgewertet sein.

Vor vier beziehungsweise zwei Jahren hatte der Ruhrverband als Betreiber der Listertalsperre die vom Wasserstauraum abgewandte Seite der Staumauer saniert. Damals auf der gesamten Höhe von 42 Metern ab der Gründungssohle und auf der gesamten Länge von 264 Metern. Bei der jetzt angekündigten Sanierung auf der gegenüberliegenden Mauerseite fällt der Flächenaufwand deutlich geringer aus.

Rund vier Meter unterhalb der Mauerkrone wird man kurzfristig auf der gesamten Breite die Arbeiten nach demselben Prinzip ausführen wie zuvor. Bei diesem werden unterhalb der Mauerkrone zunächst alle Fugen ausgestemmt, lockere Steine neu verankert und die Fläche gestrahlt. Anschließend wird nach dem Vornässen im Trockenspritzverfahren alles neu verfugt.

Tiefe Bereiche nicht betroffen

„Damit der markante Charakter des Bruchsteinmauerwerks erhalten bleibt, werden die Köpfe der einzelnen Steine nach dem Zuspritzen direkt wieder freigekratzt und abschließend durch Sandstrahlen gereinigt“, heißt es in einer Presseerklärung des Ruhrverbandes. Tiefere Bereiche der Mauer sind nicht betroffen, da diese überwiegend durch den Dauerstau des Wassers geschützt sind.

Etwa 120 000 Euro wendet der Ruhrverband für den ersten von zwei Abschnitten auf. Im Spätherbst soll die Sanierung abgeschlossen sein. Danach steht der zweite Abschnitt auf dem Plan. Bevor jedoch der Start der Maßnahme vor Ort erfolgen kann, muss der Wasserspiegel um die notwendigen rund vier Meter abgesenkt werden. Das geschieht mittlerweile kontinuierlich seit Beginn dieser Woche. In gut einer Woche dürfte sich den Betrachtern der Talsperre dann in etwa einen Wasserstand zeigen, der dem in trockenen Jahreszeiten, aber auch dem bei den „Elodeareinigungen“ angelegten entspricht. „Die durch die Absenkung trockenfallenden Uferabschnitte sind nicht tragfähig und dürfen auf keinen Fall betreten werden. Insbesondere an den Zuläufen besteht Lebensgefahr!“, warnt der Ruhrverband die Bevölkerung.

Badestellen gesperrt

Laut Mitteilung der Stadt auf ihrer Homepage sind wegen der niedrigeren Wasserstände ebenfalls die städtischen Badestellen gesperrt. Mit dem gewählten Beginn der Arbeiten nach den Sommerferien hatte man von Seiten des Ruhrverbandes versucht, der touristischen Bedeutung gerecht zu werden.

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