„See-Kühe“ stehen noch unter Schock

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Landwirt Markus Hachenberg mit seiner „Lockkuh“.

Meinerzhagen - Vier Rinder in Not, 60 Rettungskräfte und ein glückliches Ende: Die vier Bullen, die am Samstag das Dorf Hunswinkel in große Aufregung versetzten und von 60 DLRG- und Feuerwehrleuten aus der Listertalsperre gerettet werden mussten, befinden sich nun in der Obhut von Landwirt Markus Hachenberg in Hunswinkel und sind – bis auf kleine Schürfwunden an den Gliedmaßen – kerngesund.

Allerdings: „Sie stehen nach wie vor unter Schock und brauchen sehr viel Ruhe, um die Aufregung zu verarbeiten“, betont Hachenberg und fügt hinzu: „Sie werden bestimmt noch eine Woche hier bleiben müssen“. Daher hatte der Besitzer der Tiere, Landwirt Josef Theile aus Drolshagen, gestern vergeblich versucht, seine geretteten Rinder dort abzuholen. 

Nach der Ansicht von Hachenberg hatten die Rinder noch Glück im Unglück gehabt. Bojen und Ketten in der Talsperre hätten die Tiere daran gehindert, noch weiter weg zu schwimmen und aus dem Blickfeld zu verschwinden. In dem Fall wäre das Einfangen fast unmöglich gewesen. 

Den 60 Rettungskräften der DLRG und der Feuerwehr aus Meinerzhagen, Drolshagen und Olpe gelang es mit vier Booten nach recht kurzer Zeit, drei der Rinder an das Ufer zu treiben.Landwirt Hachenberg half bei der heiklen Rettungsaktion, indem er eine seiner Kühe als „Lockkuh“ benutzte, um den letzten in der Talsperre verbliebenen Bullen an das rettende Ufer zu locken. 

Markus Hachenberg zeigt die Stelle, an der die Kühe verunglückt waren.

Das Huftier sei äußerst verschreckt gewesen, später an Land noch wild umhergeirrt und beinahe erneut ausgebüxt. Nur mit viel Mühe und Geduld habe man es schließlich zu den restlichen Rindern in den Stall bewegen können. 

„Solange sie hier bleiben, kümmern wir uns natürlich um sie“, erklärt Hachenberg. Er füttere sie und schaue zwischendurch nach ihnen: „Doch nicht allzu oft, denn jedes Mal, wenn ich die Stalltür öffne, sind sie gleich wieder völlig aufgebracht. Sie brauchen viel Ruhe.“

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