Lions-Club zeigt Solidarität mit den Flutopfern

Der Meißener Lionsclub-Präsident Kenneth Knabe übergibt „Flutgeld“ in Höhe von 1000 Euro an die hart betroffene Geschäftsinhaberin Marita Börner.

meinerzhagen/KIERSPE - Die Menschen der sächsischen Kreisstadt Meißen erlebten im Juni 2013 zum vierten Mal innerhalb von zehn Jahren eine Flutkatastrophe. Hart getroffen wurde einmal mehr dabei vor allem die Altstadt.

Von Horst vom Hofe

Vor allem Inhaber dort ansässiger kleinerer Geschäfte, die gerade erst wieder neu begonnen hatten, wurden durch diese Entwicklung vor eine Existenz bedrohende Situation gestellt. Einigen der Betroffenen konnte geholfen werden – auch mit Spenden aus Meinerzhagen und Kierspe.

Angesichts der dramatischen und bedrückenden Bilder, die fatal an das „Jahrhundert-Hochwasser“ des Jahres 2002 erinnerten, wurde der Lions-Club Meinerzhagen-Kierspe erneut aktiv. Was bereits 2002 sich als erfolgreich und wirksam erwies, erlebte nun in Kooperation mit dem befreundeten Lions-Club in Meißen eine Neuauflage. Zum Hintergrund: Die heimischen Lions-Freunde waren nach der Wende seinerzeit als Paten an der Gründung des Lions-Clubs in der sächsischen Stadt beteiligt und pflegen die damals geknüpften Kontakte bis heute durch gegenseitige Besuche und Aktivitäten.

Über die MZ wurde im Anschluss an ein Club-Meeting ein Spenden-Aufruf veröffentlicht. Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Lions-Clubpräsident Gerhard Proske und sein aktueller Nachfolger Günter Frense konnten jetzt in einem Gespräch mit unserer Zeitung ein überaus erfreuliches Fazit dieser Hilfsaktion ziehen. „Wir haben unser gestecktes und durchaus ehrgeiziges Ziel, wie schon im Jahr 2002 auch diesmal wieder eine Summe von rund 20 000 Euro zusammenzubekommen, sogar noch deutlich übertroffen. Wir sind dankbar und regelrecht überwältigt von der großen Spendenbereitschaft der heimischen Bevölkerung und ansässiger Unternehmen“, bilanziert Günter Frense. Die geleistete Hilfe reichte von kleinen Einzelspenden bis hin zu größeren Beträgen, die zum Beispiel über die Sammlung bei einer Familienfeierlichkeit oder auch anderen Aktivitäten zusammenkamen. Sehr gefreut hat den Lionsclub auch der Einsatz von Schülern der Grundschulen Kohlberg und Rothenstein. Sie wuschen Autos, fegten, räumten Spülmaschinen aus und verkauften auf dem Wochenmarkt selbst gebackene Waffeln. Am Ende kamen so rund 700 Euro zusammen.

Der Lionsclub selbst steuerte als Grundstock rund 5000 Euro bei – und am Ende kam dann die stolze Summe von 23 000 Euro zusammen. Das Geld und weitere Spenden wurden, wie schon vor elf Jahren, von den Lions-Freunden in Meißen in Form von „Flutgeld“ an Betroffene ausgegeben: Diese konnten damit zum Beispiel die Rechnungen örtlicher Handwerker für Reparaturen und Instandsetzungen zahlen. Mit dieser „eigenen Währung“ konnte auf diese Weise in Meißen gleich doppelt geholfen und unterstützt werden.

Eine der Spendenempfängerinnen war Marita Börner, deren Herrenmodegeschäft sich schon am 1. Juli neu gestrichen und eingerichtet nach der Flut den Kunden wieder präsentieren konnte – was auch dank einer Spende von 1000 Euro möglich wurde. Die Sächsische Zeitung berichtete über die Aktion und erwähnte dabei auch sehr lobend die große Solidarität, die es hierzu erneut auch von Menschen aus dem Sauerland gegeben hat.

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