Ein Dankeschön-Abend mit begeisternder Musik

High Vol(u)me mit ihrer Sängerin Lucia Sikora spendeten die Volmetaler langen Applaus.

MEINERZHAGEN - Lange klatschten die Besucher des Dankeschön-Konzertes des Lions-Clubs Meinerzhagen-Kierspe den vier Musikgruppen Beifall. Und dieser Applaus wurde nicht aus purer Höflichkeit gespendet. Mit ihrem Klatschen drückten die Besucher ihre Begeisterung an der Musik und den Musikern aus.

Von Gertrud Goldbach

Zu dem Konzert hatte der Lions-Club Meinerzhagen/Kierspe all diejenigen eingeladen, die die Arbeit des Vereines unterstützen. So waren die Frauen und Männer gekommen, die fleißig geholfen hatten den Lions-Weihnachtskalender zu verkaufen, Sponsoren, Mitarbeiter der Vorverkaufsstellen, Vertreter von Schulen die an dem Projekt 2000 teilnahmen und all die, die dem Lions-Club durch Spenden geholfen haben.

„500 Besucher sind heute in die Stadthalle gekommen“, informierte Moderator Clemens Wieland die Gäste und auch Lions-Club-Präsident Günter Frense war überrascht und erfreut über die große Resonanz.

Der musikalische Teil des Abends begann mit dem Auftritt des Gastsängers Faton Lahaj, der unter dem Pseudonym „Dunkles Licht“ rockig-melancholische Songs mit deutschen Texten sang. Obwohl Deutsch nicht die Muttersprache des im Kosovo geborenen Singers und Songwriters Faton Lahaj ist, verfasst er hauptsächlich deutsche Texte zu seinen selbst geschriebenen Liedern.

Ob „Der Anfang vom Ende“ oder „Es wird alles gut“, Lahaj wählt die Worte für seine Lieder ganz bewusst nach ihrem Klang aus und betonte Silben auf seine ganz eigene Art. Vokale zog er an den richtigen Stellen in die Länge, und immer wieder ließ er Silben oder ganze Wörter miteinander verschmelzen. Es war eine interessante Mischung aus kantigen Texten und einfühlsamen bis schwungvollen Streicherarrangements, die Faton Lahaj und die beiden Kammerorchester Meinerzhagen und Wipperfürth unter der Leitung von Mirko Kohlmann wunderbar darboten.

Rolf Puschkarsky, Natalie Glörfeld vom sozialen Bürgerzentrum Mittendrin sowie Claudia Lüsebrink-Wirth und Martin Ahlhaus von Hand in Hand wurden nun von Clemens Wieland auf die Bühne gebeten und stellten ihre Projekte sowie die Angebote ihrer Einrichtungen vor. Der Grund dafür lag darin, dass die Besucher des Konzertes am Ende um eine Spende für diese beiden Einrichtungen gebeten wurden.

Die Fotostrecke zum Dankeschön-Konzert

Lions-Club sagt Dankeschön

„Skyfall“ und „Halleluja“, das waren die beiden Stücke, die nun die Quietschfidelen von der Musikschule Wipperfürth unter der Leitung von Svenja Kohlmann spielten. „Sieben Jahre bin ich alt“, verriet ein kleiner Musiker Clemens Wieland. „Ich übe jeden Tag“, berichtete er – doch wie lange er schon Musik macht, das wusste er nicht. Zwischen fünf und 18 Jahre alt sind die kleinen Musiker und sie spielen Geige, Cello oder Bratsche, klassisch wie modern.

Weiter in ihrer musikalischen Entwicklung war die nächste Gruppe, High Vol(u)me, die Jugendbigband der Kiersper Musikgemeinschaft. Begonnen hatten Musiker 2007 mit einem Workshop, dem einige Zeit später regelmäßig Proben folgten. Beim Stück „Peter Gunn“ konnten viele unter ihnen in kurzen Soli ihre Improvisationsfähigkeit und ihre Fingerfertigkeit zeigen, was vom Publikum mit Szenenbeifall belohnt wurde. Abgerundet wurde ihr Auftritt mit Sängerin Lucia Sikora, die ebenfalls an der Improvisation und Gestaltung von Songs nicht nur Gefallen gefunden hat, sondern ihren Part wirklich gut machte und dafür begeisterte Zurufe aus dem Publikum erhielt.

Nach einer Pause kamen die erfahrenen Musiker auf die Bühne, die Kiersper Bigband Swingsound, ebenfalls unter der Leitung von Dirk Pawelka. „Mannix“, „Naturally“ oder das mit viel Beifall für die Sängerin Michaela Neunz bedachte „Son of a Preacher Man“ wurde nun gespielt. Bei „Skyfall“ und „Tatort“ bekam die Bigband Unterstützung von den Kammerorchestern, die einen harmonischen, aber dennoch dynamischen Klangkörper bildeten. Zum Abschluss des Abends standen alle vier Musikgruppen auf der Bühne und spielten den Song „Music“, den Nico Koslowski gesanglich perfekt ergänzte.

Gute drei Stunden dauerte das Konzert, doch langweilig wurde es nie. Sehr gut haben sich hier die klassischen Musikgruppen mit denen der modernenen Genres präsentiert und ohne die Kammerorchester oder die Quietschfidelen hätte Stücken wie „Tatort“ oder „Skyfall“ ein wesentliches Element gefehlt. Dass jedoch alles so gut zusammen passte, daran hatte Dirk Pawelka gearbeitet. Er schrieb die Arrangements, die ein Miteinander erst möglich machten. Und Clemens Wieland zeigte wieder einmal, dass er ein hervorragender Moderator ist. So führte er nicht nur informativ und kurzweilig durch den Abend, auch störenden Zwischenrufern gab er elegant nicht mehr Raum, als unbedingt nötig. Lang anhaltender Beifall, den die Besucher im Stehen spendeten, war das Dankeschön an die Musiker, aber auch an den Lions-Club Meinerzhagen-Kierspe für diesen wirklich schönen Abend.

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