Stolpersteine in Meinerzhagen

Initiative lässt am 9. November nachts keinen Stein allein

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Am 9. November bleibt in Meinerzhagen kein Stolperstein allein.

Meinerzhagen - Unter dem Motto „Kein Stein bleibt in dieser Nacht allein“ plant die heimische Stolperstein-Initiative eine ganz außergewöhnliche Aktion für den 9. November.

Zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht sollen bei einem Rundgang zu den acht Verlegeorten der Stolpersteine in Meinerzhagen Kerzen beziehungsweise Teelichter angezündet werden.

Bereits seit 2013 gibt es eine solche Aktion in der Hansestadt Hamburg. Dort sind inzwischen mehr als 2000 Stolpersteine verlegt worden. Vor vier Jahren dann haben Anwohner erstmalig Kerzen auf beziehungsweise neben den Stolpersteinen angezündet. Seitdem wird die Aktion Jahr für Jahr wiederholt.

In Meinerzhagen wird die Aktion nicht durch Anwohner, sondern von Mitgliedern der Initiative Stolpersteine organisiert – wobei interessierte Bürger selbstverständlich willkommen seien. Eigene Kerzen dürften ebenfalls mitgebracht werden.

Gemeinsamer Treffpunkt ist um 19 Uhr am Haus „Zur Alten Post 8“, vor der Buchhandlung Schmitz. Anschließend geht es über die Hauptstraße 15 und den Parkplatz am Aldimarkt (Teichstraße 10) zum Verlegeort vor dem Fischbachhaus an der Lindenstraße.

Zurück am Haus Hauptstraße 31, führt der Rundgang über die Kirchstraße 5 zur Derschlager Straße 11 und endet an der Kirchstraße 22. Danach geht es zum Gemeindehaus an der Jesus-Christus-Kirche. Ab 20 Uhr gibt es dort den Vortrag Spurensuche in Minsk.

Ira Zezulak-Hölzer berichtet von ihrer privaten Reise mit Gail Stern, die den Spuren ihrer Verwandten bis nach Weißrussland folgte. Einen Zusammenschnitt von Bildern der Verlegungen von Stolpersteinen in Meinerzhagen und Kierspe zeigt Jochen Trambacz im Anschluss an den Vortrag.

Alle Interessierten sind zum Rundgang oder zum Treffen im Gemeindehaus willkommen, heißt es in der Einladung der Initiative.

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