Gewährleistungsarbeiten bis Ende des Monats

Letztes Kapitel für die Fußgängerbrücke am Meinerzhagener Bahnhof

Die Brücke an der Weststraße ist als Zuweg zum Bahnhof unverzichtbar.
+
Architektonisch ein Hingucker und unverzichtbar als Zuweg zum Bahnsteig - die Brücke an der Weststraße.

Das letzte Kapitel für den Bau der Fußgängerbrücke an der Weststraße ist aufgeschlagen: Die geforderten Gewährleistungsarbeiten müssen zum Ende dieses Monats durch den Stahlbauunternehmer geleistet werden. Nur dann wird die Stadt die noch zurückgehaltene Restsumme der Rechnung begleichen.

Meinerzhagen – Zu den klassischen Erfolgsgeschichten bei der Ausführung städtischer Aufträge zählt die vom Bau der Fußgängerbrücke von der Weststraße zu den Bahnsteigen und zum ZOB mit Sicherheit nicht. Zwar ist das seit gut fünf Jahren fertiggestellte und intensiv genutzte Bauwerk architektonisch ein Hingucker, die Abläufe bei der Errichtung waren aber auch eine unerfreuliche Posse.

Zeitliche Verzögerungen

Zeitliche Verzögerungen, unsachgemäße Ausführungen der Vorgaben, Vertröstungen bei der Korrektur von Mängeln: Für die Bahnnutzer bedeutete dies alles zudem die Inkaufnahme von Umwegen, erheblich länger als ursprünglich geplant.

Gerichtliche Auseinandersetzung

Für die Stadt und den Auftragnehmer war letztendlich nur noch eine gerichtliche Auseinandersetzung möglich. An deren Ende stand dann ein Vergleichsvorschlag des Landgerichts Hagen, dem mittlerweile beide Parteien zugestimmt haben. Aus der Forderungen des damaligen Auftragnehmers von rund 130 000 Euro wurden letztendlich im Vergleich 14 750 Euro. Gezahlt wurden diese von der Stadt bisher noch nicht. Aus gutem Grund, denn für die zwischenzeitlich schon fünf Jahre alte Brücke ist zwar im Herbst 2020 die Gewährleistung des ausführenden Stahlbauers abgelaufen, bei einer Überprüfung des Bauwerkes vorher festgestellte Mängel wurden aber noch nicht beseitigt. Diese sind zwar nicht von besonderem Umfang und beeinträchtigen auch die Nutzung nicht, dennoch müssen sie aber beseitigt werden. Hierfür hatten sich die Stadt und der Unternehmer auf eine Frist bis zum Ende dieses Monats geeinigt. In Erinnerung an den Bauablauf und die Auseinandersetzung mit dem Auftragsnehmer, hat man vonseiten der Stadt allerdings vorausschauend eine Sicherheit eingeplant. Fachleute nennen das Ersatzvornahme. Gemeint ist damit, dass sich die Stadt in eigener Regie um die Mängelbeseitigung nach Ablauf der Frist kümmern würde. Und das unter Verwendung der zurückgehaltenen Mittel in Höhe von rund 15 000 Euro.

Nach der Beseitigung der Mängel, egal mit welcher Variante, würde die Stadt die Baumaßnahme „Brücke Weststraße“ abschließen können. Alles Weitere für den Er- und Unterhalt der Brücke wäre dann „normales Geschäft“ der Fachleute im Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare