Der letzte „MoGo“ für diese Saison

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Der Motorradgottesdienst mit Pastor Klaus Reuber lockte wieder viele Biker nach Valbert. ▪

VALBERT ▪ Das war ein krönender Abschluss.

Auch der letzte Biker-Gottesdienst in dieser Motorradsaison konnte am Sonntag am Haus Nordhelle unter freiem Himmel stattfinden, denn die Sonne schien, auch wenn die Temperaturen schon herbstlich kühl waren. Der Motorradkorso von Lüdenscheid nach Valbert hatte leider ausfallen müssen, dennoch konnte Pastor Klaus Reuber von der Bikers Church Westfalen erneut zahlreiche Gottesdienstbesucher begrüßen. Eingestimmt wurden sie vom schon bestens vertrauten Duo „Dr. Mojo“, den Musikern Klaus Stacholetz und Ulrich Spormann aus Remscheid.

Im Rückblick auf die Saison zog der Motorradpastor eine positive Bilanz. Das Wetter war bei fast allen Veranstaltungen so gut gewesen, dass die Gottesdienste draußen stattfinden konnten, nur ein- oder zweimal hatte man ins Haus Nordhelle ausweichen müssen. Dass diese Art miteinander einen Gottesdienst zu feiern bei den Menschen ankommt, zeige sich an den ständig leicht steigenden Besucherzahlen, stellte Klaus Reuber erfreut fest. Auch die Beteiligung an den von der Bikers Church Westfalen angebotenen Motorradtouren sei sehr gut. Die Teilnehmer fühlten sich in der Gemeinschaft gut aufgehoben.

In seiner Predigt thematisierte Reuber Humor und Freude. Zwei Begriffe, die von vielen Menschen nicht unbedingt mit Kirche in Verbindung gebracht würden, dort aber sehr wohl beheimatet seien. Anhand des Neuen Testamentes erläuterte der Pastor, dass die Menschen jeden Grund hätten sich zu freuen und das Leben mit Humor zu nehmen. „Zum Lachen in den Keller gehen, ist nicht unsere Sache.“

Kleine Geschenke und ein herzliches Dankeschön hatte der Pastor für seine Mitarbeiter und die zahlreichen freiwilligen Helfer, die die Gottesdienste vorbereiten, für die Verpflegung und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgen: „Hier wird ehrenamtlich viel geleistet und zahlreiche Freizeitstunden werden dafür geopfert.“

Mit einem Infostand war bei diesem Treffen auch der Verein B.A.C.A.A. (Biker Against Childrenporn And Abuse) vertreten, in dem sich Motorradfahrer und -freunde, sowie Trikefahrer und Firmen, die irgendwie oder irgendwas mit der Szene zu tun haben, aus allen Teilen Deutschlands und mittlerweile auch aus dem europäischen Ausland zusammengeschlossen haben, um dem fast schon alltäglichen Missbrauch von Kindern und Jugendliche entgegenzuwirken und den Opfern zu helfen. Die Mitglieder kommen aus allen Alters- Religions- und Interessengruppen. Eine geballte Faust im Logo des Vereins gepaart mit den Worten „Don't touch!“ symbolisiert das Anliegen seiner Mitglieder.

„Die Mauer des Schweigens zu brechen, auf die man immer wieder trifft, wenn es um Missbrauch geht“, erläuterte der 1. Vorsitzende, Hardy Klees, und weiter: „Opfern und Tätern zu zeigen, dass die, die sich nicht wehren können, nicht allein sind.“

Der Verein will mit Infoständen und Informationsmaterial, also einer ständigen Präsens des Themas, Präventionsarbeit leisten. Gleichzeitig unterstützt er ausgesuchte, staatlich schlecht oder gar nicht geförderte Projekte im Bereich der Vor- und Nachsorge von Kindern und Jugendlichen bzw. Opfern des Missbrauchs. BACAA bietet selbst keine professionelle Hilfe, sondern versteht sich als erste Anlaufstelle für Betroffene und vermittelt Beratungsstellen. Im Sinne einer einfachen psychologischen Unterstützung begleiten die Mitglieder, wenn es ausdrücklich gewünscht wird, auch zu Erstgesprächen. ▪ luka

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