Situation deutlich entschärft

Leitwände aus Kunststoff engen die Fahrbahn auf der Brücke ins Gewerbegebiet Darmche ein. Die Abtrennung eines Gehweges soll zusätzlich auch den Schulweg sichern. - Fotos: Helmecke

Meinerzhagen - Im Jahr 2009 herrschte bei den Anliegern im Gewerbegebiet Darmche und im Rathaus der Stadt Meinerzhagen eine gewisse Besorgnis. Der Grund dafür: Die einzige Zufahrt zum Gebiet, die Brücke über die A 45, wies Schäden auf und musste saniert werden.

Von Jochen Helmecke

Das alles ging damals jedoch nur „unter laufendem Verkehr“. Eine die Arbeit der Sanierer erleichternde Vollsperrung hätte die Anlieferung für die Betriebe und den Abtransport komplett lahmgelegt. Zwangsläufig war deshalb eine Lösung angesagt, die zwar eine erschwerte, aber dauerhafte Zufahrt während der Bauarbeiten zuließ.

 Und so schlängelten sich die großen und kleinen Kraftfahrzeuge täglich durch die Baustelle. Millimeterarbeit war angesagt. Und obwohl die Verantwortlichen der Stadt im Rat und der Verwaltung schon bei der Planung diese „Nadelöhr-Situation“ vor Augen hatten, machten die Sanierungsarbeiten es besonders deutlich, dass eine zweite Zufahrt für den „Ernstfall“ unumgänglich war.

 Im Jahr 2011 schließlich wurde diese über die Ortslage Sebastopol, vorbei an Nordhellen, hergestellt. Gut ausgebaut und beleuchtet. Genutzt wird sie allerdings fast nur von PKW, deren Fahrer eine kleine Abkürzung nehmen, um von der B54 auf die L539 zu kommen. „Es war uns immer klar, dass die Macht der Gewohnheit und die Navigationssysteme den Weg über die Brücke vorziehen werden.

Es könnte, je mehr die Besiedlung des Gebietes in Richtung Nordhellen fortschreitet, sein, dass sich der Zustand verändert“, so Jürgen Tischbiereck auf Anfrage der MZ. Letztendlich ist er aber trotz der im Moment bestehenden Situation froh, dass für den Fall der Fälle die Zufahrt jetzt problemlos erfolgen könnte.

„Hinsichtlich der Brücke haben wir in Kooperation mit dem Autobahnamt nunmehr Leitwände auf der Brücke aufgestellt. Die bisherige Lösung zur Einengung auf nur eine Fahrspur mittels Leitpfosten war erfolglos“, so Tischbiereck. Tatsächlich war fast täglich zu beobachten, dass die Pfosten umgefahren oder ausgehakt wurden und dann neben der Fahrbahn lagen. Die Folge: Anstatt eines einspurigen LKW-Verkehrs gab es dort auch Begegnungsverkehr.

 Für die Brücke, deren Nutzung dafür nicht ausgelegt ist, ein erheblicher „Schädigungsfaktor“. Mit der nun aufgebauten Variante durch die rot-weißen Leitwände konnte gleichzeitig auch ein Gehweg über die Brücke eingerichtet werden. Zwischen der Brückenkappe und den Wänden führt dieser aus dem Gewerbegebiet zur Bushaltestelle im Bereich Rottland. „Gerade die Schülerinnen und Schüler aus der Ortslage Darmche nutzen den Weg. Wir wollen daher in absehbarer Zeit auch noch eine Weiterführung vor undhinter der Brücke herstellen“, erläuterte Jürgen Tischbiereck abschließend.

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