Schüsse auch auf Wohnhäuser

Auch dieses Verkehrszeichen bei Grünewald wurde beschossen.

MEINERZHAGEN ▪ Mit sieben Schüssen wurde ein Verkehrsschild am Fritz-Paulmann-Weg durchlöchert. Wer für diese gefährliche Sachbeschädigung verantwortlich ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden.

Ob sich die Tat überhaupt aufklären lässt, ist zweifelhaft. Denn: Es gibt keine Zeugen und außer den Einschusslöchern sind für die Polizei keine erfolgversprechenden Anhaltspunkte vorhanden. Wie Pressesprecher Dietmar Boronowski von der Kreispolizeibehörde in Iserlohn jetzt mitteilte, wurde nach der MZ-Veröffentlichung inzwischen eine Anzeige gegen Unbekannt angefertigt.

Nach dem Artikel in der MZ meldete sich ein Meinerzhagener in der Redaktion, der von weiteren Schüssen auf Verkehrsschilder berichtete. Er schickte sieben Fotos an die MZ, die das belegen. Die Aufnahmen entstanden hauptsächlich im Bereich Wehetal, im so genannten „Tal der Gesetzlosen“, und an der alten B 54 beim Gewerbegebiet Grünewald.

Dass in Meinerzhagen zumindest in jüngster Vergangenheit leichtfertig von Schusswaffen Gebrauch gemacht wurde, bestätigt auch die Polizei. So berichtete Boronowski von zwei weiteren Vorfällen: Bereits am 30. August 2012 wurden eine Jalousie und die dahinter liegende Fensterscheibe eines Hauses an der Mühlenbergstraße durchschossen. Laut Polizei wurde dabei keine großkalibrige Munition verwendet. „Eventuell handelte es sich damals um eine Gotcha-Waffe“, erläuterte der Pressesprecher am Montag. Verletzt wurde niemand.

Ein weiterer Vorfall wurde in der Silvesternacht 2012/2013 „Im Höltchen“ aktenkundig. Hier durchschlug ein Projektil einige Stunden nach Mitternacht die Scheibe eines Wohnhauses in etwa sieben Metern Höhe. „Hier gehen wir allerdings nicht davon aus, dass dieser Schuss bewusst auf die Scheibe abgegeben wurde. Vielleicht handelt es sich um ein Ereignis im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten“, vermutet Boronowski.

Dass die Einschüsse am Fritz-Paulmann-Weg allerdings im wahrsten Sinne des Wortes von einem anderen Kaliber sind, bestätigt die Polizei. Hier wurde eindeutig „scharfe Munition“ verwendet. ▪ beil

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