UWG möchte Meinerzhagen attraktiver machen

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In der Innenstadt sollen Leerstände beseitigt und weitere Schließungen verhindert werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die UWG fragt: Welche Alleinstellungsmerkmale können dazu führen, dass Meinerzhagen für junge Familien, Gewerbetreibende und den Einzelhandel gleichermaßen noch attraktiver wird?

Wie können Leerstände im Meinerzhagener und Valberter Ortskern wieder mit Einzelhandelsbetrieben gefüllt werden?

Mit diesen Themen beschäftigte sich die heimische Unabhängige Wählergemeinschaft Meinerzhagen (UWG) in ihrer öffentlichen Fraktionssitzung, die in dieser Woche stattfand.

Die Unabhängigen hatten sich hierzu Experten eingeladen. Zum Beispiel Petra Gothe, die bei der Stadt Meinerzhagen die Stabsstelle Wirtschaftsförderung leitet, Geschäftsführerin der EG Grünewaldt und auch zuständig für Ansiedlungen in den übrigen Gewerbegebieten ist, zudem Eigentümern von Ladenlokalen behilflich ist, wenn es darum geht, Nachmieter zu finden. Ebenso berichtete Stadtmarketing-Geschäftsführer Bernd Martin Leonidas über die Initiativen des Stadtmarketings-Vereins.

Petra Gothe führte aus, dass die Stadt sich intensiv bemüht, nach der Schlecker-Insolvenz eine neue Drogerie anzusiedeln und diesbezüglich auch potenzielle Vermieter bei der Kontaktaufnahme unterstützt.

Bernd Martin Leonidas zeigte auf, dass es dem Stadtmarketing-Verein darum gehe, Menschen aus anderen Städten nach Meinerzhagen einzuladen, damit diese hier auch die Geschäfte kennenlernen. Ein gutes Mittel seien hier die verkaufsoffenen Sonntage, insbesondere während des Weihnachtsmarktes. „Einzelhändler berichteten, dass an diesen Tagen verstärkt Nicht-Meinerzhagener bei ihnen gekauft haben, also Menschen, die wegen des Weihnachtsmarktes nach Meinerzhagen gekommen sind und dann eben auch noch in die Geschäfte gingen, um ein Buch, einen Wein oder Füller zu erwerben“, wurde ein positives Fazit gezogen.

Gemeinsam beriet die Versammlung, welche Veranstaltungen noch dazu geeignet sein könnten, Besucher in die Stadt zu führen. UWG-Fraktionsvorsitzender Raimo Benger regte einen Stadtlauf an, der, wie Erfahrungen in anderen Städten bewiesen, viele Menschen in die Stadt hole und auch Hotels, Cafés und Geschäfte fülle. „Was anderswo bestens funktioniert, darf und kann in Meinerzhagen nicht an ordnungsrechtlichen Vorschriften scheitern“, so Benger. Menschen, die über das Know how verfügen, wie man solche Veranstaltungen durchführt, gebe es in Meinerzhagen auch und diese seien auch bereit, zu helfen, befand Benger.

Einig war man sich, dass Alleinstellungsmerkmale wie eine „kinder- und familienfreundliche Stadt“ und die Regionale-Projekte helfen können, Meinerzhagen noch attraktiver zu gestalten. Die heimischen Unabhängigen wollen daher diesbezügliche Initiativen forcieren und fördern.

Raimo Benger zeigte auf: „Und dann ist da noch jeder selbst, der helfen kann, unsere Stadt weiterhin attraktiv zu halten. Das Buch, das Auto, den Anzug, das Parfum oder den Wein kann man vor Ort kaufen, statt etwa im Internet. Gerade auch das hilft, den Einzelhandel vor Ort zu stärken und die Geschäfte hier zu halten.“ Und teurer sei es zumeist auch nicht, unterstrich der Fraktionsvorsitzende.

Bürgerinnen und Bürger, die Anregungen haben, sollen sich nun an den Fraktionsvorsitzenden der UWG, Raimo Benger, unter Telefon (0 23 54) 14 60 80 oder per E-Mail info@raimobenger.de wenden. ▪ eb

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