Leere Läden: „Wir führen Gespräche“

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Heruntergelassene Rolladen an der Hauptstraße: Das Juweliergeschäft Bullermann, das hier Jahrzehnte betrieben wurde, ist seit einigen Wochen geschlossen.

Meinerzhagen -  Insgesamt sind es sieben Leerstände, die derzeit von der städtischen Wirtschaftsförderung für den Innenstadtbereich verzeichnet werden.

Im Vergleich zu den Geschäften, die an der Volmestadt im Bereich Hauptstraße, Derschlager Straße, Zur Alten Post und Kirchstraße zu finden sind, ist die Zahl der Leerstände allerdings vergleichsweise gering. Mehrere Apotheken, zwei Metzgereien, zwei Optiker, zwei Blumengeschäfte, ein Fotofachgeschäft, eine Parfümerie, mehrere Obst- und Gemüsehändler, Modegeschäfte, eine Buchhandlung, eine Eisdiele und Cafés sind hier zu finden. Mit dem Fachmarkt Kodi und der Drogerie Rossmann haben im vergangenen Jahr zwei bekannte Ketten ihre Filialen eröffnet. Auffallend: Viele Dienstleister haben sich in der Innenstadt angesiedelt, beispielsweise fünf Friseurgeschäfte, drei Versicherungen und zwei Hörakustik-Geschäfte.

Ins Auge fallen die Leerstände besonders im Bereich der Fußgängerzone sowie an der Hauptstraße. „Zu vermieten“ steht an mehreren Schaufensterscheiben.

Leerstände haben sich aber auch durch Umzüge ergeben. Die Eisdiele Cortina ist schon länger Zur Alten Post zu finden, ebenso das Handarbeitsgeschäft Sinderhauf. Die alten Geschäftsräume in der Fußgängerzone stehen leer.

Zur Alten Post sieht es etwas anders aus, einen Leerstand gibt es dort nicht. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch an der Kirchstraße.

Genaue Details in Sachen Leerstand kennt Katharina Suerbier. Sie arbeitet bei der Stadt Meinerzhagen und ist zuständig für die Wirtschaftsförderung. Und natürlich fällt in ihr Ressort auch der heimische Einzelhandel. „Wir haben einen Blick auf die Situation vor Ort und kümmern uns um Leerstände.“ Sie und ihre Kollegin Margit Oeckinghaus versuchen regelmäßig, zwischen potenziellen Mietern und Vermietern zu vermitteln. „Und natürlich ist da auch noch unsere Immobilienbörse. Wenn wir von Objekten erfahren, die leer stehen und zu vermieten sind, stellen wir sie kostenlos ein und machen das Angebot damit öffentlich“, erläutert Katharina Suerbier. Zu finden ist dieser Service auf der Homepage der Stadt (www.meinerzhagen.de). Melden können sich natürlich auch Immobilien-Eigentümer, die einen Mieter suchen.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass bei der Wirtschaftsförderung immer wieder Personen „anklopfen“, die ein Objekt in der Volmestadt mieten und gewerblich nutzen wollen. „Auch zurzeit sind wir in diversen Gesprächen“, berichtet Katharina Suerbier und fügt hinzu: „Anfragen gibt es eigentlich immer.“

Um welche Objekte es im Einzelnen geht und welche Branche sich möglicherweise wo ansiedeln möchte, das verrät sie aber nicht. Und das hat einen Grund: „Wir haben schon Fälle erlebt, wo wir anfangs sehr zuversichtlich waren. Das Geschäft hat sich dann aber überraschend wieder zerschlagen. Und jetzt äußern wir uns erst dann, wenn die Verträge unterschrieben sind.“ Suerbier weiter: „Fakt ist aber, dass wir einen Pool mit Interessenten haben, die eine Geschäftsansiedlung in Erwägung ziehen.“ Voraussetzung dafür sei aber, dass die finanziellen Vorstellungen der beteiligten Parteien übereinstimmen. „Und das ist hier in Meinerzhagen nicht immer der Fall“, fügt Katharina Suerbier hinzu. Sie bleibt trotz allem aber optimistisch: „Momentan lässt sich sagen, dass wir beinahe für jedes leerstehende Ladenlokal Gespräche führen.“

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