Laster hängt sich an Gasleitung auf

Der Lastwagen musste von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden.

MEINERZHAGEN ▪ Ebenso kurioser wie spektakulärer Unfall auf dem Betriebsgelände der Firma Otto Fuchs im Bereich „An der Woeste“.

Stundenlang hielt der Vorfall am heutigen Mittwoch rund 20 Einsatzkräfte des Löschzugs 1 Meinerzhagen/Genkel und andere Helfer in Atem.

In den Vormittagsstunden hatte ein sogenanntes Wechselbrückenfahrzeug eines Fremdunternehmers eine firmeninterne Versorgungsbrücke mit Gas- und Wasserleitungen beschädigt. Der Fahrer war auf der Baustelle der neuen Produktionshalle für die Abteilung B 9 unterwegs und hatte einen Container mit Bauschutt umgesetzt.

Ähnlich wie kürzlich bei dem spektakulären Unfall auf der A 2, wo eine Autobahnbrücke teilweise eingerissen wurde, lief es auch in diesem Fall. Aus bislang noch ungeklärter Ursache blieb der Kippmechanismus mit Hanken nach oben gestellt – vom Fahrer zunächst unbemerkt. Beim Kontakt mit der Versorgungsbrücke wurde das Fahrzeug abrupt nach oben gezogen. Führerhaus und Heck schwebten in der Luft. Der unter Schock stehende Fahrer konnte sich aus eigener Kraft befreien. Er blieb unverletzt.

Die Gasleitung wurde nach ersten Feststellungen offenbar nicht beschädigt. Lediglich an der Wasserleitung entstand ein kleinerer Schaden, der zu Wasseraustritt führte.

Zur Bergung des Fahrzeugs musste am Nachmittag ein schwerer Kran eingesetzt werden. Die Feuerwehr sicherte die ganze Aktion ab und nahm laufend Messungen vor. Zudem stützte die Feuerwehr die betroffene Versorgungsbrücke ab und verhinderte damit eine womöglich weitergehende Beschädigung. Die Unternehmensleitung ordnete aus Sicherheitsgründen eine vorübergehende Unterbrechung der Gasversorgung über die betroffene Leitung an, teilte am Nachmittag Firmensprecher Holger Müller mit. Dies hatte zur Folge, dass in der Abteilung B 9 die Produktion vorübergehend unterbrochen werden musste.

Nicht betroffen war die benachbarte Abteilung B 12, weil die dortige Presse nicht mit Gas, sondern elektrisch geheizt wird. Durch weitergehende Untersuchungen sollte zunächst sichergestellt werden, dass an der betroffenen Gasleitung keine Undichtigkeiten verursacht worden sind. Bisher wird davon ausgegangen, dass es keinen größeren Schaden gegeben hat und die Produktion noch am Abend voraussichtlich wieder aufgenommen werden kann. Eine Gefahr für die Umwelt oder die Umgebung ging von dem Vorfall nicht aus, teilte der stellvertretende Wehrleiter Ulli Blumenrath mit.

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