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Demenz - eine tückische Krankheit

An Demenz erkrankte Menschen brauchen Hilfe im täglichen Leben – die Pflegenden viel Wissen und Verständnis.
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An Demenz erkrankte Menschen brauchen Hilfe im täglichen Leben – die Pflegenden viel Wissen und Verständnis.

„Wer bist du?“ „Opa, ich bin deine Enkelin.“ „Kaffeetrinken in einer Stunde? ich will meinen Kuchen jetzt sofort.“ Situationen wie diese werden Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen bekannt vorkommen.

Meinerzhagen – Demenz ist eine Volkskrankheit. Und deshalb ist es wichtig, über Symptome und Verlauf aufzuklären. Genau das soll in der „Woche der Demenz“ vom 20. bis zum 24. September in Meinerzhagen auch geschehen – und zwar durch Expertinnen und Experten des Wilhelm-Langemann-Hauses.

Termin vereinbaren

Der Leiterin des Hauses der Perthes-Stiftung Ingrid Papst ist es ein wichtiges Anliegen, über die tückische Erkrankung zu sprechen – und zwar „von Angesicht zu Angesicht“. Dieses Angebot richtet sie an Angehörige: „Ab sofort können zu unseren Bürozeiten für die Zeitspanne vom 20. bis zum 24. September telefonisch Termine bei uns im Haus für ein solches Beratungsgespräch angemeldet werden. Wir möchten in der Woche der Demenz diese Art ,Sprechstunde’ kostenlos anbieten. Das Angebot ist für Menschen gedacht, die ihre Angehörigen mit Demenz im häuslichen Umfeld pflegen. Wir haben öfter telefonische Anfragen zum Umgang mit demenziellen Veränderungen. Dadurch entstand diese Idee, in Einzelgesprächen auf individuelle Probleme einzugehen und auf Unterstützungsmöglichkeiten hinzuweisen. Um gewünschte Gespräche gut organisieren zu können, bitten wir im Voraus um eine Terminabsprache unter der Telefonnummer 0 23 54/91 54 00 oder per E-Mail an wlh-meinerzhagen@perthes-stiftung.de.“

Starrsinn, Unvernunft, skurrile Situationen beim Einkaufen, das Verweigern von Essen – eine Demenz hat viele Gesichter. Die Erkrankten selbst können nichts dafür, dennoch erfordert der Umgang mit ihnen oft viel Verständnis. Und das kann meist nur der aufbringen, der gut über die Krankheit informiert ist. „Auch das Wissen, welchen Verlauf die Demenz nehmen kann, ist dabei wichtig“, ergänzt Ingrid Papst. Sie fügt hinzu: „Wir wollen aufklären wie es weitergeht und was zu tun ist – von ersten Gedächtnislücken bis zum bettlägerigen Pflegefall.“

Demenz und Corona

Demenz und Corona – mit dieser Situation sind Ingrid Papst und ihre Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit konfrontiert. Immer noch meldet die Einrichtungsleiterin „keine Infizierten, niemand in Quarantäne“. Doch die Pandemie hat das Zusammenleben nicht einfacher gemacht.

An Demenz erkrankte Bewohner gibt es im Langemann-Haus viele. Diese pflegebedürftigen Menschen immer und überall an die Einhaltung der Hygieneregeln zu erinnern, ist eine ständig wiederkehrende Aufgabe. „Der Umgang miteinander hat sich in dieser Beziehung durch Corona ganz speziell gestaltet. Wo immer es möglich ist, rufen wir die Abstandsregel wieder in Erinnerung, weisen darauf hin, dass Masken getragen werden und die Desinfektion der Hände durchgeführt wird. Und wir setzen dabei auch auf die ständige Schulung unserer Mitarbeiter“, erläutert Ingrid Papst. Selbstverständlich würde jeder neue Bewohner auch sofort ein Impfangebot bekommen, fügt sie hinzu. Und was ebenfalls dazu gehört: „Bei unseren noch nicht geimpften Mitarbeitern leisten wir ganz viel Überzeugungsarbeit, dass sie sich doch noch impfen lassen.“

Fast alle Bewohner sind zweimal geimpft, bei ihnen stehen die Drittimpfungen unmittelbar bevor. „Das erledigen die Hausärzte. Bewohner und Angehörige sind bereits informiert, die Termine werden jetzt gemacht“, erläutert Ingrid Papst.

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