Die Landstraße ins Listertal wird wieder gesperrt

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Müssen die Anwohner auf eine weitere Zeit der Sperrung vorbereiten: (von links) Matthias Alfes, Thomas Hochstein (Firma Trippe), Carsten Hoffmann und Roland Schulze (Straßen.NRW). 

Listertal - Die Anwohner des Listertals müssen erneut eine Vollsperrung der Landesstraße 709 in Kauf nehmen: Ab Montag, 24. September, wird an insgesamt fünf Stellen Erde zur Sicherung der Bankette eingebaut.

Gegen Anfang November soll die Sanierung dann aber endgültig abgeschlossen sein. 

Im August hatte sie an der Lister ausgebrütet: die Wasseramsel. Damit machte sie den Weg frei, die noch ausstehenden Nachbesserungen an der L709 durchführen zu können. Rund sechs Wochen stehen nun dafür an. Was in dieser Zeit auf einer Gesamtlänge von rund 1300 Metern passieren soll, besprachen jetzt die Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßen.NRW mit dem Vertreter der bauausführenden Firma Trippe vor Ort. 

Eingehend hatte man sich im Vorfeld nochmals mit der ursprünglichen Planung befasst und die neu hinzugekommenen Erkenntnisse eingearbeitet. Zu diesen gehört besonders die während der Bauphase gewonnene Erkenntnis, weitere Ufer- und Bankettbereiche durch sogenannte Bewehrte Erde sichern zu müssen. Dazu muss die bestehende Fahrbahn aufgenommen und die Module aus Geogitter, gefüllt mit entsprechendem Boden, müssen eingebaut werden.

„Wir sind die Fakten nochmals durchgegangen und haben nunmehr mit den sechs Wochen einen realistischen Zeitrahmen“, sagt Matthias Alfes vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Diese Aussage ergänzt er um einen Zusatz, welcher gerade in unserer Region bei derartigen Arbeiten zu dieser Jahreszeit von den Fachleuten häufig genutzt wird: „Wenn die Witterung mitspielt!“ Allerdings ist gerade durch herbstliche Regenereignisse größeren Ausmaßes bei der Arbeit im Uferbereich eher mit negativen Auswirkungen zu rechnen als in anderen Lagen. 

Um die grundsätzlichen Auswirkungen auf die Natur in der direkten Umgebung unter Kontrolle zu haben, wird die Baumaßnahmen durch einen Diplom-Ökologen auf der Baustelle begleitet. Während der eigentlichen Tiefbauarbeiten ist beabsichtigt, die weiteren Restarbeiten soweit wie möglich zu starten. „Wir denken, dass die Markierungen jeweils bis zu den eigentlichen Bauabschnitten hergestellt werden können“, erklärt Thomas Hochstein, Bauleiter der Firma Trippe. Einhellige Meinung der Fachleute vor Ort: Die Einhaltung der jetzt anstehenden Bauzeit von sechs Wochen hat hohe Priorität, besonders im Blick auf die in der Vergangenheit aufgetretenen Verzögerungen. 

Während der Vollsperrung ab dem 24. September ist eine Zufahrt wie bei einer Kopfbaustelle möglich. Sprich: Jeweils von einer Seite können dann die Anwohner also ihr Haus erreichen. Durchfahrmöglichkeiten für hart gesottene und sperrungsresistente Verkehrsteilnehmer werde es dann nicht geben. Zudem will man den Baustellenvandalismus durch eine Videoüberwachung vermeiden.

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