Fanfarenzug zum 15. Mal in der Domstadt Köln dabei

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Spaß machte dem Fanfarenzug auch in diesem Jahr der Weg durch die Kölner Innenstadt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Zum 15. Mal machte sich der Fanfarenzug Meinerzhagen nach Köln zum Rosenmontagszug auf. Bereits um 8 Uhr standen die Landsknechte an der Meinerzhagener Stadthalle, bereit für einen schönen aber auch anstrengenden Tag.

Neben den Bus mit den Musikern hatte sich noch ein „Begleitbus“ hinzugesellt. In ihm fuhren Frauen, Freundinnen oder einfach nur jecke Volmetaler mit in die Domstadt. Ganz ungewohnt war für den Vorsitzenden Helmut Grünewald der diesjährige Rosenmontag. Zum ersten Mal konnte er nicht mitgehen und mitspielen: Der Arzt hatte ihm dringend zur Schonung geraten, doch nur für die diesjährige Session. Im nächsten Jahr wird er wieder mitten drin sein.

In Köln wurde der Fanfarenzug gegen 9.30 Uhr von der Karnevalsgesellschaft „Mer Blieve Zesamme“ (MBZ) im „Gasthaus zur Eule“ an der Alteburger Straße erwartet. Belegte Brötchen standen zur Stärkung schon bereit und wer noch keine Farbe im Gesicht hatte, bekam sie nun.

„Als Musikgruppe beim Kölner Karneval mitzugehen, dafür muss man Ausdauer haben“, so Helmut Grünewald. „Ist man mal dabei, bleibt man auch dabei. Doch sagt man mal ein Jahr ab, so ist es für immer vorbei. Beständigkeit ist deshalb das, was die Kölner Karnevalsgesellschaften erwarten.“

Es ist schon eine gewaltige Logistik, alle Wagen und Gruppen vor dem eigentlichen Zug so aufzustellen, dass sie reibungslos antreten können. Eineinhalb Kilometer waren es von der Alteburger Straße zum Aufstellungsort Bonner Straße, die mussten noch zu Fuß von „Mer Blieve Zesamme“ zurückgelegt werden. Bevor es aber gegen 10.30 Uhr endlich losging, stimmte die Gruppen der Präsident des MBZ, Dr. Veit Wasserfuhr ein. Für eine Überraschung sorgte Wasserfuhr bei Holger Busch. Dieser feierte Rosenmontag einen runden Geburtstag und bekam für seinen vorbildlichen Einsatz den Karnevalsorden 2013 vom MZB feierliche überreicht.

Die Musikgruppen nahmen Aufstellung und auch die Fußgruppen und es ging Richtung Bonner Straße, dem Aufstellungsort. Samba und Schunkeln im Wechsel, das war der Rosenmontagszug 2013, der in diesem Jahr das Motto hatte „Fastelovend em Blot, he un am Zuckerhot“.

Auf einem deutlich längeren Zugweg durch die Hahnentorburg und über die Ringe zog der Zug an Hunderttausenden Zuschauern vorbei, die das Spektakel begeistert feierten. Fußtruppen, Prunkwagen, Reitergruppen und Tanzmariechen wechselten sich nun ab und gaben etwas von dem wieder, was die Kölner bewegte.

Die Roten Funken zeigten eine gemeinsame Bluttransfusion, bei der die Funken und Sambatänzer zur selben Portion Fastelovend im Blut gekommen sind. Später wurde es lokalpolitisch: Das Kölner Brücken-Leid gab die Idee zum Müllemer-Bötche-Wagen. Darauf stapeln sich Schwerlaster, die die maroden Rheinübergänge nicht mehr passieren dürfen.

Von Rio lernen heißt nicht unbedingt nur Gutes lernen, wie der Wagen „Favelas für die Studentenflut“ zeigte. Da sinnierte Albertus Magnus, der Namenspatron der Kölner Uni, lange, wie er die Studierenden in angemessener Wohnungen unterbringen konnte.

Im Rosenmontagszug selbst waren die Meinerzhagener als Gruppe 17, im ersten Drittel des Zuges. Gestartet hatte der Zug am Chlodwigplatz. Bis die Meinerzhagener jedoch durch das Severinstor marschierten, war es bereits 13 Uhr und fast sieben Kilometer Weg lag noch vor ihnen. Vier Stunden später hatten sie das Ziel, die Gereonstraße, erreicht. Hier stand ihr Bus, in dem sie ihre Instrumente verstauen konnten. Jetzt konnten sie auch in Köln den Karneval so richtig feiern. Sie trafen sich zum großen Teil mit ihren Freundinnen und Frauen am Heumarkt und genossen die Stimmung bis 20 Uhr, dann fuhr der Bus wieder Richtung Heimat. Für den Fanfarenzug war die Karnevalssaison noch nicht vorbei. Sie hatten am Dienstag noch einen Auftritt in Attendorn, dafür mussten sie noch fit sein. ▪ GeG

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