Volme-Projekte sind wegweisend

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LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale (links), Kulturberater Reinhart Richter und Dr. Yasmine Freigang, Projektleiterin „Kultur in Westfalen“, bei der Vorstellung der Publikation der Kulturagenda Westfalen am Dienstag.

Volmetal - Kulturentwicklung auf 164 Seiten: Was sich nach schwerem Lesestoff anhört, ist für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein Pilotprojekt mit Signalwirkung für das kulturelle Leben – auch in der Region „Oben an der Volme“.

Denn die Städte Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie die Gemeinde Schalksmühle gehörten in eben jenem Verbund den elf Städten und zwei Kreisen an, die in den vergangenen beiden Jahren an einem vom LWL moderierten Modellprojekt teilgenommen haben. Das Ergebnis ist eine „Kulturagenda“, die den Stand der Bemühungen um die Kultur in den Kommunen dokumentiert und am Dienstag in Münster offiziell vorgestellt wurde.

Beraten und moderiert wurden die unterschiedlichen Projekte vom Osnabrücker Kulturberater Reinhart Richter. In den angestoßenen Entwicklungsprozessen haben die beteiligten Städte und Kreise in jeweils etwa einem halben Jahr kulturpolitische Ziele und konkrete Maßnahmen für deren Umsetzung erarbeitet. Nicht nur Kulturverantwortliche waren beteiligt, sondern auch Kulturschaffende und -förderer sowie städtische und freie kulturelle Einrichtungen, Vereine und andere Organisationen. Auch die Bürger waren eingeladen, in fünf aufeinander aufbauenden Workshops ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen.

„In diesen Kommunen ist Kultur jetzt für alle Beteiligten ein Thema“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale bei der Vorstellung der Publikation. „Die Kulturagenda Westfalen ist das erste strategische Projekt des LWL im Kulturbereich, das sich über ganz Westfalen-Lippe erstreckt. Etliche Kommunen haben schon davon profitiert. Wir freuen uns, dass es noch weitere Kommunen gibt, die die Kultur bei sich zukunftsfest machen wollen“, so Rüschoff-Thale weiter.

Ein wichtiges Ziel der „Kulturagenda Westfalen“ sei es, kulturpolitische Diskussionen vor Ort anzustoßen und zu unterstützen. Dafür biete die Publikation nicht nur eine Dokumentation und zusammenfassende Bewertung der neun Pilotprojekte, sondern auch einen Methodenleitfaden. Bestandteil der Planungen „Oben an der Volme“ ist auch die Verzahnung der Kulturschaffenden durch den Kulturmanager David Babin, der derzeit eine Dokumentation über die Aktionen des vergangenen Jahres erstellt.

Aus der Zusammenarbeit der Kommunen habe sich außerdem das „Netzwerk Kulturplanung“ gebildet, wie es am Dienstag hieß. Dort tauschten sich die Pilotkommunen mit weiteren interessierten Kommunen über ihre Kulturentwicklungsprozesse aus.

Als Modellprojekt für Nordrhein-Westfalen ist die Veröffentlichung vom Land gefördert worden. Die „Kulturagenda Westfalen“ selbst wurde möglich durch die Unterstützung der LWL-Kulturstiftung, der Sparda-Bank Münster und der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung.

„Kulturagenda Westfalen: Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe.“ Herausgeber: LWL-Kulturabteilung, Yasmine Freigang und Barbara Rüschoff-Thale. Ardey-Verlag. 164 Seiten. ISBN 978-3-87023-373-0. 9,90 Euro.

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