Auch die Johanneskirche soll unter Denkmalschutz gestellt werden

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Der Landschaftsverband hält die Johanneskirche für „voll denkmalwürdig“. 

Meinerzhagen - Eine vorweihnachtliche Überraschung hatte der städtische Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar am Donnerstag für die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung und Verkehr (PSVU) parat.

„Nach der katholischen Kirche St. Marien soll nun auch die evangelische Johanneskirche möglicherweise unter Denkmalschutz gestellt werden.“ Das habe der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) angekündigt. Eine entsprechende „Denkmalwertbegründung“ sei inwischen bei der Stadt eingegangen. „Und danach sieht der LWL die Johanneskirche als voll denkmalwürdig an.“ 

Rothaar berichtete weiter, dass sich die LWL-Experten auch die evangelische Kirche in Valbert und die ehemalige Kirche in Hunswinkel angeschaut hätten. Was diese beiden Bauwerke betreffe, sei man allerdings zu dem Schluss gekommen, dass sie keinen Denkmalwert besitzen – was eben nicht für die Johanneskirche gelte. 

Stadt hat kaum Einfluss

Verhaltenes Gelächter war die Reaktion des Ausschusses auf diese Ausführungen, die allerdings nur zur Kenntnis genommen werden können. Einfluss auf den weiteren Gang der Dinge hat die Stadt kaum, federführend ist hier der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Ausschussvorsitzender Rolf Puschkarsky nahm anschließend kurz Stellung zu der Mitteilung der Verwaltung. Er berichtete, dass nach und nach fast alle Kirchen aus den 1960er- und -70er-Jahren vom LWL geprüft würden und das Meinerzhagen hier keine Ausnahme bilde. „Sie alle kommen in das Prüfverfahren“, erläuterte Puschkarsky. 

Aus seiner Sicht ist dieses Vorgehen für die Kirche nicht unproblematisch: „Die Gemeinden werden kleiner, die Kirchensteuer-Einnahmen sind momentan noch auf einem guten Niveau. Die Zukunftsprognosen dazu sind allerdings erschreckend. Das alles könnte dann dazu führen, dass Kirchen verfallen. Da haben die Gemeinden vor Ort wenig Möglichkeiten. Allerdings werden Gespräche mit dem LWL auf höherer Ebene geführt, von der Landeskirche und auf Bistumsebene.“

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