Landstraße 323: Start der Sanierung ungewiss

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Ab dem Abzweig zum Kapellenweg ist der Gehweg an der Derschlager Straße sanierungsbedürftig. Ziel ist es, hier den Standard wie an der Volmestraße zu erreichen.

Meinerzhagen - Wann die Sanierung der Landstraße 323/Derschlager Straße startet, ist im Moment noch ungewiss. Auch die Erneuerung des Gehweges und der notwendige Kanalbau geraten dadurch in Verzug.

Als die Sanierung der Volmestraße im Frühjahr 2016 startete, sollte im Anschluss auch die Derschlager Straße zwischen Kappellenweg und dem Kreisel an der Trotzenburg in Angriff genommen werden. Analog zur Volmestraße sollten in einer Kooperation zwischen dem Landesbetrieb Straßen.NRW und der Stadt Meinerzhagen die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Der Landesbetrieb kümmert sich um die Fahrbahn, die Stadt um Kanäle und Gehwege.

„Wir erstellen derzeit unsere Maßnahmenliste für das kommende Jahr. Grundsätzlich steht die L 323 in dem Bereich mit auf unserer Agenda. Es bedarf aber noch weiterer Abstimmungen“, so der Medienbeauftragte von Straßen.NRW Michael Overmeyer auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Dabei klingt allerdings durch, dass ein Baubeginn 2018 eher nicht stattfinden wird.

Vor einigen Wochen hatte der Landesbetrieb durch großflächig aufgebrachte Asphaltflächen die Fahrbahnoberfläche etwas sicherer gemacht. Dadurch werden die Autofahrer nicht mehr durch Löcher, sondern durch die entstandenen Hügel durchgerüttelt. Im weiteren Verlauf der Straße macht die Fahrbahnoberfläche zwar einen passableren Eindruck, löst sich bei genauerer Betrachtung allerdings ebenfalls auf.

„Wir würden gerne an der Derschlager Straße weitermachen“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Gespräch mit der MZ. Weitermachen bedeutet für ihn im konkreten Fall, die im Moment vorhandenen Gehwege wenn möglich so auszubauen, dass sie dem Standard an der Volmestraße entsprechen. Aber auch bei den vorhandenen Kanälen bestehe Handlungsbedarf.

Im Rahmen der Bauarbeiten zur Südumgehung war die Stadt in diesem Bereich bereits mit der Verrohrung des Melmchebaches einen ersten Schritt für die „Neuordnung“ der Abwasserbeseitigung gegangen. Mit der nun anstehenden Errichtung eines sogenannten Verzweigungsbauwerkes im Kreuzungsbereich zur Genkeler Straße sollen die Wasserzuflüsse aus der Otto-Fuchs-Straße neu geordnet werden.

„Wir können die Arbeiten aber nur im Zusammenhang mit der Fahrbahnsanierung durchführen, ansonsten laufen wir Gefahr, dass bereits fertiggestellte Gehwege oder ebenso Kanalanlagen durch die Fahrbahnsanierung beschädigt werden“, so Jürgen Tischbiereck. Das sei für die Stadt eine ziemlich unbefriedigenden Situation. Denn während es in absehbarer Zeit mit der Fertigstellung des Stadtplatzes eine technisch gute und optisch ansehnliche „Einfahrt“ in die Stadt geben wird, ändert sich dieser Eindruck ab der Zufahrt zum Kapellenweg radikal.

Wann in die Angelegenheit Bewegung kommen wird, ist heute zwar noch völlig offen, viel Zeit haben die Verantwortlichen allerdings nicht. Denn auch ein mittelmäßiger Winter wird der Fahrbahn der Derschlager Straße zusetzen und ihren maroden Zustand verschlimmern.

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