Kahlschlag an der Oststraße

Landesbetrieb reagiert auf Kahlschlag-Kritik der Grünen

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Der Kahlschlag an der Oststraße sorgt auch bei den Grünen für Unmut.

Meinerzhagen - Mit einer umfangreichen Stellungnahme hat der Landesbetrieb Straßen.NRW auf den offenen Brief des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen reagiert.

Ingolf Becker und Karl Hardenacke hatten erneut die Baumfällarbeiten entlang der Oststraße hinterfragt – was Eberhard Zimmerschied als zuständigen Abteilungsleiter von Straßen.NRW nun zu einer ausführlichen Reaktion veranlasste. In seiner Stellungnahme bedauert Zimmerschied, dass die Maßnahme in Teilen der Meinerzhagener Bevölkerung auf Unverständnis und Missfallen gestoßen ist. „Dies war nicht unsere Absicht“, schreibt der Abteilungsleiter. 

Zur Entscheidung, die Gehölze großflächig zurückzuschneiden hätte aber unter anderem der Umstand beigetragen, dass insbesondere ältere Laubbäume nicht mehr standsicher waren. Bereits während der Ausschreibung der Arbeiten seien außerdem „zahlreiche kranke Bäume mit deutlichen Defektsymptomen“ entdeckt worden, „die aus Sicherheitsgründen sofort entfernt wurden“.

Abteilungsleiter räumt Versäumnisse der Vergangenheit ein

Dass der Rückschnitt derart intensiv ausgefallen ist, liegt laut Zimmerschied in der nun möglichen Pflege begründet. Während durch das dichte Bepflanzen bislang einzelne Bäume kaum Entwicklungsmöglichkeiten hatten, strebe man heutzutage eine mehrstufige Bepflanzung mit verschiedenen artgerechten Gehölzen und Büschen an. Versäumnisse in der Vergangenheit räumt der Straßen.NRW-Vertreter dabei ein: So hätten keine rechtzeitigen Pflegemaßnahmen stattgefunden, die eine Ausdünnung und Verjüngung des Bestandes auf den Weg hätten bringen können – „so dass uns zuletzt keine andere Wahl mehr blieb, als so vorzugehen, wie geschehen“. 

Mit der möglichen Beseitigung von Unfallhäufungsstellen (infolge von Kollisionen mit Bäumen) habe die Maßnahme nichts zu tun, so Eberhard Zimmerschied weiter. Der Abteilungsleiter erneuert in seiner Reaktion auf den offenen Brief jedoch die Aussicht auf kommende Jahre. Eine Aufforstung, wie die Grünen sie forderten, werde in der Regel nur bei Neubaumaßnahmen vorgenommen, sei aber auch Sicht des Landesbetriebs aber auch nicht erforderlich, „da die Wurzelbereiche ja im Boden verblieben sind und sich insofern sehr schnell neue Triebe bilden werden, die dann nach wenigen Jahren zu Bäumen herangewachsen sein werden.“


Lesen Sie einen Kommentar dazu in der Samstagsausgabe der Meinerzhagener Zeitung.

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