NRW-Arbeitsminister Schneider besucht die Firma Otto Fuchs

Arbeitsminister Guntram Schneider (links) beim Betriebsrundgang mit Dr. Hinrich Mählmann und dem stellvertretenden Gießereileiter Giovanni La Mattina. - Fotos: Hildebrandt

meinerzhagen -  In Nordrhein-Westfalen sind rund 200 000 Menschen als Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter beschäftigt, bundesweit sind es aktuell etwa 822 000 – immer mehr bleiben in dieser unsicheren und oft schlecht bezahlten Beschäftigungsform.

Von Horst vom Hofe

Arbeitsminister Guntram Schneider wirbt für ein Umdenken bei den Unternehmen. In Meinerzhagen hat der Minister mit der Firma Otto Fuchs ein Unternehmen gefunden, das aus seiner Sicht beispielhaft handelt.

„Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sollten verstärkt eine Chance auf Festanstellung bekommen, zumal wenn die Betriebe absehbar Bedarf an Fachkräften haben. Und sie müssen für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden. Alles andere dient nicht dem Ausgleich von Produktionsspitzen, sondern allein dem Profit der Unternehmen“, erklärte Minister Schneider beim Besuch der Firma Otto Fuchs KG in Meinerzhagen gegenüber der Geschäftsführung.

Die Otto Fuchs KG sei ein positives Beispiel für angemessenen Umgang beim Einsatz von Leiharbeit, so der Minister. Seit 1999 arbeitet das Unternehmen mit der „Start-Zeitarbeit“ zusammen und gibt Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern eine Chance auf eine Festanstellung. Allein in Meinerzhagen, wo insgesamt rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurden von der Otto Fuchs KG bereits 269 Start-Mitarbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Seit 2009 wurden im Betrieb 477 Qualifizierungsmaßnahmen für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter durchgeführt. Aus Sicht von Minister Schneider ein Beleg dafür, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer ihre Chancen nutzen, wenn sie sie denn angeboten bekommen.

Schneider forderte, dass beim Einsatz von Leiharbeit die Arbeitnehmervertreter in den Betrieben über die Rahmenbedingungen mitreden müssen.

Das Ziel der Landesregierung sei es, Nordrhein-Westfalen zum Land der fairen Arbeit zu machen. Dafür startete Minister Schneider zu Jahresbeginn die Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“, die einerseits über Missstände und Rechte von Beschäftigten aufklärt, andererseits aber auch auf Unternehmen wie die Otto Fuchs KG als Positivbeispiele hinweisen will.

Seitens des heimischen Unternehmens standen dem Minister bei seinem Besuch der persönlich haftende Geschäftsführer Dr. Hinrich Mählmann und Geschäftsführer Richard Hussmanns sowie der Betriebsratsvorsitzende Alfred Kreikebaum als Gesprächspartner zur Verfügung. Bei einem rund einstündigen Betriebsrundgang wurde in der Abteilung Gießerei B 1 mit dem hier beschäftigten Fuchs-Mitarbeiter Nikolai Kandlen ein ehemaliger Leiharbeiter besucht, der hier eine feste Anstellung gefunden hat.

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