Bürger leiden unter Lärm

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Auch die Nähe zur Autobahn kann Ursache für einen hohen Lärmpegel in der Wohnung sein.

Meinerzhagen - Laut ist es in Meinerzhagen nicht nur an der B 54. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet ist die Geräuschentwicklung für Anwohner nicht unerheblich.

Aus diesem Grund stellt die Stadt jetzt eine Erweiterung ihres „Lärmaktionsplans“ vor. Zur öffentlichen Anhörung dazu wird am Dienstag, 29. November, ab 18 Uhr in den Ratssaal an der Bahnhofstraße eingeladen.

Die Aufnahme weiterer städtischer Bereiche in den Maßnahmenkatalog zum Lärmschutz – das ist das Ziel. Damit möchte die Stadt Meinerzhagen den seit 2009 bestehenden Lärmaktionsplan um eine zweite Stufe erweitern. Laut Stadt bedeutet das konkret: „Waren bislang nur die Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet mit einem Fahrzeugaufkommen von mehr als sechs Millionen Fahrzeugen im Jahr – und damit lediglich ein Teilstück der B 54 – Teil des Plans, so umfasst er künftig die Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet mit einem Aufkommen von mehr als drei Millionen Fahrzeugen. Damit sind verschiedene Bereiche in den Lärmaktionsplan der Stadt aufzunehmen und entsprechende Maßnahmen zu treffen.“

Details zum Lärmaktionsplan und den angedachten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation sind Thema der öffentlichen Anhörung, zu der alle interessierten Bürger eingeladen sind. „Im Lärmaktionsplan sind Probleme und Lärmauswirkungen darzustellen und Maßnahmen zur Lärmminderung aufzuweisen. Ein Entwurf ist erstellt worden. Im Rahmen der Informationsveranstaltung werden zunächst Erforderlichkeit sowie Ziele und Zwecke der Planung detailliert vorgestellt und erläutert. Darüber hinaus bietet sich Raum zum Austausch und zu weiteren Erörterungen. Die Ergebnisse der Anhörung werden im weiteren Planungsverlauf berücksichtigt“, informiert die Stadt.

Auch im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Gelegenheit zur Beteiligung: Der Entwurf des Lärmaktionsplans wird zwischen dem 5. und dem 21. Dezember im Fachbereich Technischer Service, Stadtplanung, Rathausgebäude 4, Bahnhofstraße 9, während der Dienststunden öffentlich ausgelegt. Auch auf der Homepage der Stadt Meinerzhagen unter „Aktuelle Infos/News“ gibt es Informationen.

In Meinerzhagen werden die Grenzwerte laut Stadt nun in folgenden Bereichen überschritten: „An der A 45 bei einigen nahe der Fahrbahn gelegenen Wohnbebauden im Außenbereich; in der Ortslage Grünewald und am Darmcher Weg; an einzelnen nahe der Straße stehenden Gebäuden an der B 54 wie in Weißenpferd; in Scherlerwieden, unweit der Autobahnanschlussstelle; an einzelnen Gebäuden entlang der L 323; an der Bahnhof-, Volme- und Derschlager Straße; am Rügener Weg und an der Straße Zur Alten Post; an Gebäuden entlang der L 528 an der Bahnhof- und Weststraße: An Gebäuden entlang der L 539 und in den Außenbereichen Grünenthal, Sinderhof, Listertal und Listerhammer.“

Schutzmaßnahmen, so die Stadt, würden hauptsächlich durch „passive“ Schallschutz-maßnahmen, wie zum Beispiel durch den Einbau von Schallschutzfenstern in Wohngebäuden möglich sein. Aktive Lärmschutzmaßnahmen durch Wände oder Dämme kämen häufig wegen des begrenzten Raumangebots nicht in Frage. „Zuständig für die Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen ist nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßen.NRW. Wie schon bei der ersten Stufe der Lärmaktionsplanung wird die Stadt jedoch für die betroffenen Gebäude eine Prüfung des Anspruchs auf Lärmsanierung beantragen“, wird informiert.

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