Ländliches Wegekonzept: 650 Kilometer sind erfasst

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Axel Sobirey (3. von links) erläuterte den „Ist-Zustand“. Die Mitarbeiter und Thomas Busch von der Bezirksregierung hörten genauso wie die Projektgruppenmitglieder interessiert zu.

Meinerzhagen - Die Streckenerfassung für das „ländliche Wegekonzept“ von Meinerzhagen ist nach gut sechsmonatiger Arbeit abgeschlossen. Insgesamt wurden etwa 650 Kilometer der unterschiedlichsten Wege im Stadtgebiet erfasst.

Dass es ein „ländliches Wegekonzept“ für Meinerzhagen geben soll, legte der Rat Ende 2016 grundsätzlich fest. Voraussetzung war die Förderung der rund 80 000 Euro teuren Ausarbeitung aus Mitteln der EU, welche in einer Höhe von 50 000 Euro im Laufe dieses Jahres durch die Bezirksregierung erfolgte.

Nach der ersten Zusammenkunft der Projektgruppe im April und der folgenden Auftragserteilung an das Ingenieurbüro WAGU aus Kassel, legten dessen Mitarbeiter vor Ort los. Zu Fuß, mit dem Rad und ebenso mit dem Pkw nahmen sie die Erfassung der Wege vor. Kriterien dabei: Es handelt sich nicht um die „üblichen“ Gemeindestraßen, Ausbauart- und Zustand sind zunächst unerheblich, es findet keine Selektion statt, sondern alle Wege werden erfasst. Dieses besonders, um am Ende in dem vom Rat abzusegnenden Konzept eine umfassende Situation darzustellen und erst hier die Entscheidungen über das jeweilige „Schicksal“ der Wege treffen zu können.

„Es reicht nicht der bloße Wille der Kommune aus, die Fakten zu sammeln und auszuwerten, um die Förderung mit EU-Mitteln zu erhalten. Dargestellt werden muss vielmehr auch, welchen zukünftigen Aufgaben die verschiedenen Wege dienen sollen oder welche Alternativen es geben könnte“, erläuterte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck auch beim zweiten Treffen am Dienstag im Ratssaal. Dort hatten sich fast dieselben Vertreter von Vereinen, Organisationen und Behörden versammelt.

Gespannt erwarteten sie die Ausführungen von Dipl.-Ing. Axel Sobirey vom Büro WAGU aus Kassel. Anhand von farblich unterschiedlich markierten Wegekarten und den dazu in Tabellen niedergeschriebenen Fakten erklärte er kurz den erfassten Ist-Zustand. Die Projektgruppenmitglieder sollen bis Ende November ihre Einschätzungen zum vorliegenden Material abgeben. Gerne per Austausch übers Internet, aber auch in ausgedruckter Version.

„Hierbei erhoffen wir uns eine breite Meinungs- und Erkenntnisbasis“, so Jürgen Tischbiereck. Die herzustellen sei auch eine zwingende Fördervoraussetzung. Nicht zuletzt deshalb sind bis jetzt noch zwei weitere Projektgruppensitzungen – eine davon bereits am 5. Dezember – vorgesehen. Im Anschluss will man mit den „abgestimmten“ Ergebnissen in die vorgesehenen Ortsteilversammlungen gehen, um sie der Bürgerschaft vorzustellen. 

„Wir wollen den Dialog suchen, aber dort natürlich nicht in eine neue Grundsatzdiskussion über einzelne Wege einsteigen“, so Tischbiereck. Dabei erwähnt er nachdrücklich, dass am Ende der Rat die Entscheidung treffen wird, was im Konzept und mit welcher Zielsetzung aufgeführt ist.

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