Tanken nur mit Maske

Maskenmuffel auch an der Tankstelle

Auch an den Zapfsäulen sollte man besser eine Maske tragen, manche Tankstellen schreiben das auch vor. Spätestens dann, wenn der Verkaufsraum betreten wird, ist die Maske überall Pflicht.
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Auch an den Zapfsäulen sollte man besser eine Maske tragen, manche Tankstellen schreiben das auch vor. Spätestens dann, wenn der Verkaufsraum betreten wird, ist die Maske überall Pflicht.

Für Brillenträger mitunter nervig, aber fraglos notwendig: Seit Ende April ist in Bus und Bahn, im Einzelhandel und in Arztpraxen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht.

Meinerzhagen – Allein schon wegen des großen Durchlaufs bilden da Tankstellen natürlich keine Ausnahme. Doch wie ist es um die Masken-Disziplin der Kunden bestellt?

Keine ungeteilte Begeisterung

Nun, auf ungeteilte Begeisterung stößt die landesweite Maskenpflicht trotz immer weiter steigender Infektionszahlen nicht – das stellen die Mitarbeiter der Jaeger-Tankstelle an der Oststraße täglich fest. „Es gestaltet sich zwar gegenüber dem Frühjahr etwas einfacher, aber es gibt trotzdem immer wieder Kunden, die den Verkaufsraum ohne Maske betreten wollen“, berichtet Oleg Gerhardt, der die Meinerzhagener Niederlassung leitet.

Die Masken-Muffel lassen sich, so Gerhardts Erfahrung, gewissermaßen in zwei Kategorien aufteilen. Da sind zum einen jene, die nach dem Tanken schlichtweg vergessen haben, Mund und Nase zu bedecken – da genügt es, auf das Versäumnis aufmerksam zu machen. Zum anderen gibt es aber auch Kunden, die es rundheraus ablehnen, eine Maske zu tragen.

Keine Diskussionen

„In solchen Fällen weisen wir nochmals auf die bestehende gesetzliche Verordnung hin. Diskussionen darüber gehen wir aus dem Weg“, sagt Oleg Gerhardt. Wer tatsächlich keine Maske dabei hat, kann eine solche am Nachtschalter erwerben. Dieser ist ansonsten tagsüber geschlossen: Wer seine Tankrechnung bezahlen will, muss das im Verkaufsraum an der Kasse tun. „Würden wir zusätzlich noch den Nachtschalter öffnen, würde das längere Wartezeiten für die Kunden, die drinnen anstehen, bedeuten. Und das ist weder gerecht gegenüber den Wartenden noch im Sinne des Infektionsschutzes“, stellt Gerhardt fest.

99 Prozent sind verständig

Ein riesengroßes Problem ist das Masken-Thema unterm Strich nicht: „99 Prozent der Leute sind verständig.“ Doch der kleine Teil derer, auf die letzteres nicht zutrifft, kostet eben Nerven. Letzten Endes freilich hat sich bislang noch jeder mit Mund-Nasen-Bedeckung an der Kasse wiedergefunden. „In Einzelfällen gab es zwar auch schon die Drohung: ‘Dann fahre ich eben, ohne zu bezahlen!’“, erzählt Oleg Gerhardt, „aber wenn man dann darauf hinweist, dass das eine Anzeige wegen vorsätzlichen Betrugs und die Einleitung eines Bußgeldverfahrens wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung nach sich zieht, hat sich das erledigt.“

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