Corona: Einkaufen – aber vorsichtig!

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Der Andrang beim Wochenmarkt hielt sich am Freitag in Grenzen. Die Kunden, die kamen, hielten allerdings vorbildlich Abstand voneinander.

Meinerzhagen/Kierspe – Einkaufen in Zeiten der Corona-Pandemie – das ist grundsätzlich anders als noch vor wenigen Monaten. Abstand halten, so lautet das Gebot der Stunde. Und mittlerweile halten sich fast alle Kunden an die Vorgaben.

Das bestätigt der persönliche Eindruck beim Blick in Meinerzhagener Supermarkt-Filialen. Auch im Hit-Markt beispielsweise gehen Kunden natürlich weiterhin auf Einkaufstour – aber meistens mit Distanz. Immer wieder, so ergab ein „Testbesuch“, missachten aber auch einzelne Menschen die empfohlene Abstandsregel und nähern sich anderen auf eine Distanz von weniger als 1,5 Meter. „Unangenehm, aber zum Glück nur Einzelfälle“, berichtet eine Kundin nach ihrem Einkauf in der Mittagszeit. 

Vereinzelt sind inzwischen auch Menschen mit Atemmasken zu beobachten. „Gesehen habe ich einen Kunden, der zu dieser Vorsichtsmaßnahme gegriffen hat“, berichtete die Hit-Kundin gestern. Auch Einweghandschuhe sind bei zunehmend mehr Menschen in Gebrauch, die damit ausgerüstet ihren Einkaufswagen schieben. „Geschätzt etwa 20 Prozent der Menschen im Geschäft waren bei meinem Besuch mit Handschuhen ausgerüstet“, schilderte die Meinerzhagenerin. 

Die Handschuhe bieten einen gewissen Schutz vor Infektionen – sie verursachten in den vergangenen Tagen mancherorts aber auch Probleme. Aus Werl im Kreis Soest beispielsweise wird berichtet, dass auf Parkplätzen, in Büschen und Beeten rund um Supermärkte benutzte Einweghandschuhe „wild“ und in größerer Zahl entsorgt wurden. In Meinerzhagen ist das nicht so, wie ein Blick in die Umgebung des Hit-Marktes zeigt. Auch rücksichtslos in Einkaufswagen zurückgelassene Einweghandschuhe sind nicht zu entdecken.

Und der persönliche Eindruck beim Einkaufen in einem heimischen Supermarkt: Niemand muss wohl fürchten, dass Lebensmittel knapp werden. Allerdings berichten Discounter-Kunden in Meinerzhagen durchaus davon, dass Desinfektionsmittel und Toilettenpapier häufig ausverkauft seien. Und auch haltbare Waren wie Nudeln oder Toastbrot finden offensichtlich zumindest zeitweise mehr Abnehmer, als Waren nachgeliefert werden können. Begehrt sind auch Mehl und Konserven.

Erfreut berichtete eine Kundin, dass bei Rossmann in Kierspe ein Mitarbeiter damit beschäftigt gewesen sei, die Einkaufswagen zu desinfizieren. Ähnliches ist auch in einigen Meinerzhagener Märkten üblich. Und Kunden werden sogar darauf hingewiesen, einen Einkaufswagen mit in die Filiale zu nehmen – aus Gründen des Abstandes. 

Auf dem Wochenmarkt auf dem Otto-Fuchs-Platz wiesen Schilder an einzelnen Ständen darauf hin, dass die ausgelegten Waren von Kunden nicht angefasst werden durften. Die Händler selbst hatten oft einen Mundschutz angelegt, Gummihandschuhe waren fast Standard. Und auch die Abstände wurden meist eingehalten. Eine Kundin, die bereits sehr früh um kurz nach 8 Uhr auf dem Otto-Fuchs-Platz unterwegs war, schildert die Atmosphäre auf dem Wochenmarkt als „insgesamt entspannt und sehr gut.“

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