Sanierung der Villa im Park: Das Projekt "Wundertüte" 

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Sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Umbaus der Villa im Park zeigten sich die Mitglieder des Ausschusses.

Meinerzhagen - Das Regionale-Projekt „Kulturvilla im Park“ steht kurz vor der Vollendung. Bei einem Ortstermin des Bau- und Vergabeausschusses wurde auch der Termin für das Einweihungsfest genannt: Am 21. September kann sich jeder Bürger selbst ein Bild von dem Ergebnis der Bauarbeiten machen.

Im August 2017 begannen die Umbauarbeiten an dem historischen Gebäude im Meinerzhagener Stadtpark. Das Ziel: Aus der recht maroden Villa sollte ein Kulturzentrum für die vier Kommunen „Oben an der Volme“ werden. Zu 60 Prozent bezuschusst wird die Maßnahme aus Mitteln des Landes-Förderprogramms Regionale. 

Eigentlich sollte die Sanierung längst abgeschlossen sein, immer wieder mussten allerdings Verzögerungen in Kauf genommen werden. Das hatte unterschiedlichste Gründe, beispielsweise Aspekte des Denkmalschutzes, die eingehalten werden mussten. Ausschussvorsitzender Volkmar Rüsche, der den Fortschritt der Arbeiten aufmerksam beobachtet, brachte es am Montag im Ausschuss dann auch auf den Punkt: „Hin und wieder hatte man den Eindruck, dass das Gebäude einer Wundertüte gleicht.“

1,7 Millionen Euro wird das Projekt schließlich kosten, angesetzt waren ursprünglich 1,54 Millionen Euro. Von der Gesamtsumme werden 100 000 Euro in die Einrichtung gesteckt. Mit 240 000 Euro schlug der Erwerb von Haus und Grundstück zu Buche. Das erläuterte Volkmar Rüsche zu Beginn des Ortstermins. 

Architektin Dorothea Ossenberg-Engels, die den Umbau leitete, sprach anschließend davon, dass man zu Beginn ein „desolates Gebäude“ vorgefunden habe. „Baufachlich haben wir das alles wirklich gut hinbekommen, auch unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Nun sieht das Gebäude so aus, als ob es nie anders hätte dastehen können.“ 

Der Aufwand bei der Sanierung war beträchtlich: So mussten Stuckelemente von Hand gearbeitet werden, der Erker bekam eine spezielle Metallkonstruktion, die original Bodenfliesen im Erdgeschoss wurden aufgearbeitet. Und weil das Dach historisch korrekt eigentlich neu mit dem original englischen Schiefer hätte eingedeckt werden müssen, den es heute aber nicht mehr gibt, musste spanischer Schiefer bestellt und eingebaut werden. All das kostete Zeit – und Geld. 

Dass die Villa nun am 21. September mit einem Bürgerfest eingeweiht werden kann, freut angesichts der vielen Hürden, die überwunden wurden, auch Matthias Scholand. Er ist Vorsitzender der Bürgerstiftung Villa im Park. Und auch Dorothea Ossenberg hatte Spaß an der Arbeit: „Es war sehr interessant, alten Dingen nachzuspüren.“ Volmar Rüsche dankte auch der Verwaltung, hier insbesondere dem Fachbereich 3 Technischer Service mit Friedrich Rothaar und Jürgen Tischbiereck an der Spitze.

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